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Keine 'Sparmaßnahme'": Kreuzkirche Nenndorf und Thomaskirche Klecken: Fusion im Sommer 2017

Erhoffen sich durch die Fusion weniger Verwaltungsaufwand und mehr Zeit für andere Aufgaben: Pastorin Dorothea Blaffert (li., Thomaskirche) und Pastorin Behnke (Kreuzkirche)
 
Schließen sich zusammen: Die Thomaskirchengemeinde in Klecken und die Kreuzkirchengemeinde in Nenndorf (Foto)
as. Nenndorf/Klecken. Eine Premiere bahnt sich im Kirchenkreis Hittfeld an: Im Juni schließen sich die Kreuzkirchengemeinde in Nenndorf und die Thomaskirchengemeinde in Klecken zur „Ev.-luth. Kirchengemeinde Rosengarten“ zusammen. Das ist die erste Fusion dieser Art im Kirchenkreis.
„Unsere Fusion ist keine Sparmaßnahme!“ betont die Nenndorfer Pastorin Katharina Behnke. Die Angebote der Kirchen sollen in beiden Gemeinden erhalten bleiben. „Im Gegenteil, wir wollen die Besetzung der Pfarrstelle in Klecken sicherstellen und hoffen, dass durch die verschlankte Verwaltung mehr Arbeitskraft für andere Aufgaben frei wird“, ergänzt Pastorin Dorothea Blaffert aus Klecken.
Die ersten Überlegungen zum Zusammenschluss gab es bereits 2007, als Dorothea Blaffert ihre Stelle in Klecken und Nenndorf antrat. „Nach und nach ist die Idee dann gewachsen“, sagt Dorothea Blaffert. Zwischen den beiden Gemeinden gibt es viele Berührungspunkte. Die Kirchengemeinden arbeiten in der Offenen Jugend Rosengarten als Träger zusammen. Zudem teilen sich Klecken und Nenndorf neben einer Pastorenstelle auch die Stelle für einen Jugenddiakon. Seit 2010 erscheint der gemeinsame Gemeindebrief.
2014 gaben die Kirchenvorstände dann ihre Zustimmung zur Fusion (das WOCHENBLATT berichtete). Von Anfang an wurden beide Kirchengemeinden in den Fusionsprozess einbezogen und über alle Schritte informiert. Die Gemeindemitglieder konnten in Workshops die zukünftige Gemeinde mitgestalten. „Es ist wichtig, dass sich die kleinere Gemeinde nicht ‚geschluckt‘ fühlt, sondern aktiv in die Entscheidungsprozesse mit eingebunden wird“, so Katharina Behnke. Deshalb wird der Kirchenvorstand der neuen Gemeinde auch paritätisch, also von beiden Gemeinden zu gleichen Teilen, gewählt - auch wenn der Kreuzkirche aufgrund der höheren Mitgliederzahl mehr Stimmen zustünden. „Wir haben jetzt die Aufgabe, es auch in einem größeren Gebilde zu schaffen, den Menschen dort, wo sie wohnen, eine innerliche Verbindung und ein Heimatgefühl zu geben“, sagt Katharina Behnke.
Im Kirchenkreis Hittfeld gibt es bereits mehrere Gemeinden, die als sogenannte „Nachbarschaften“ zusammenarbeiten und sich z.B. die Stelle eines Jugenddiakons teilen. „Eine Fusion könnte für kleine Gemeinden eine Lösung sein, muss aber nicht zwingend für jede Gemeinde richtig sein“, sagt Superintendent Dirk Jäger. Die Wunsch zur Fusion müsse aber in den Gemeinden selbst entstehen. „Der Kirchenkreis übt in keinster Weise Druck auf die Gemeinden aus“, betont Dirk Jäger.
• Der Zusammenschluss wird mit einer „Fusionswoche“ gefeiert, die mit einem Festgottesdienst am Sonntag, 4. Juni, und einem symbolischen Marsch von Nenndorf nach Klecken ihren Höhepunkt findet.

Was ändert sich durch die Fusion?

• Beide Kirchen behalten ihre Namen, nur der Name der Kirchengemeinden ändert sich. Die „Ev.-luth. Kirchengemeinde Rosengarten“ ist zuständig für die Gemeinden Dangersen, Dibbersen, Eckel, Eickstüve, Emsen, Hinteln, Iddensen, Klecken, Langenrehm, Leversen, Nenndorf, Neu Eckel, Neu Leversen, Sieversen, Tötensen und Westerhof.
• Das neue, gemeinsame Siegel zeigt eine Abbildung der beiden ineinander stehenden Kirchtürme.
• Die Mittel der Thomasstiftung werden weiterhin nur für die Thomaskirche verwendet.
• Wie gehabt, werden Gottesdienste und weitere Angebote jeweils in Nenndorf und Klecken veranstaltet.
• 2018 wird ein gemeinsamer Kirchenvorstand gewählt, bis dahin führen beide Vorstände gemeinsam die Gemeinde.