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Kirche in neuem Glanz

Freuen sich auf den Umbau: (v. li.) Architekt Marcus Lechelt (Studio b2), Ian Stack (stv. Vorsitzender des Kirchenvorstandes) und Pfarrer Oliver Holzborn
 
So soll das Kircheninnere später aussehen (Foto: studio b2)

Buchholz: St. Petrus-Gemeinde investiert eine Million Euro in Innenausbau und Neugestaltung des Innenhofs

os. Buchholz. Der Gottesdienst am 14. Mai wird für die Mitglieder der katholischen St. Petrus-Kirchengemeinde in Buchholz ein ganz besonderer: Es ist der vorerst letzte in der Kirche an der Lüneburger Straße. Grund: Der Innenraum des Gotteshauses sowie das benachbarte Pfarrbüro werden aufwendig umgestaltet. Eine Million Euro investiert die Kirchengemeinde in den Umbau, den Marcus Lechelt und Axel Meinhard vom Studio b2 in Brackel umsetzen werden. 700.000 Euro trägt das Bistum Hildesheim, jeweils 150.000 Euro kommen vom Bonifatiuswerk sowie von der St. Petrus-Gemeinde. Die Gemeinde hat rund 4.500 Mitglieder, seit November 2014 bildet sie eine Diözese mit den Kirchengemeinden Herz Jesu in Tostedt und St. Marien in Egestorf.
"Ursprünglich wollten wir nur etwas Farbe in das Innere der Kirche bringen, daraus ist ein großes Bauprojekt geworden", erklärt Ian Stack, stv. Vorsitzender des Kirchenvorstandes. Von der Ursprungsidee bis heute sind rund fünf Jahre vergangen. Die Pläne sehen vor, in dem Haupt- und Seitenschiff der 1936 errichteten Kirche eine neue Decke einzuziehen, die die jetzige Holzkonstruktion ersetzt. Das sogenannte Scheddach soll den Raum optisch und akustisch aufwerten. "Der Raum sieht puristisch aus, es kommt aber deutlich mehr Tageslicht hinein. Durch die Deckenkonstruktion schaffen wir zudem eine starke Atmosphäre", erklärt Architekt Marcus Lechelt. "Wir gestalten den Raum für eine freudige Zukunft. Man hat mehr Spaß, wenn man sich in einem Raum wohlfühlt", ergänzt Stack.
Zusätzlich sollen im Hauptschiff 48 neue Sitzplätze entstehen. Bislang standen insgesamt rund 300 Sitzplätze zur Verfügung, die bei den Gottesdiensten häufig komplett belegt waren. Um den Platz zu schaffen, soll die Orgel, die derzeit auf der Empore im Eingangsbereich steht, in den Glockenturm versetzt werden.
Die zweite Aufgabe, die Lechelt und Meinhard mit ihren Planungen zu lösen hatten, war die Neugestaltung des Innenhofs zwischen Kirche und Pfarrbüro. Die Pläne sehen neben zusätzlichen Besprechungsräumen einen Anbau vor, der zu einem "Raum der offenen Begegnung" werden soll, wie es Pfarrer Oliver Holzborn beschreibt. Dort sollen sich Gäste nach den Gottesdiensten treffen können, er soll aber auch Jugend- oder Seniorengruppen für Treffen zur Verfügung stehen. Im Innenhof ist u.a. ein Podest geplant, auf dem Musik- oder Kinoveranstaltungen stattfinden können.
Die Bauarbeiten sollen rund sechs Monate dauern. Solange kann die St. Petrus-Gemeinde ihre Gottesdienste sonntags nachmittags in der evangelischen St. Paulus-Kirche (Kirchenstr. 4) durchführen. "Gerade im Reformationsjahr finde ich dieses Angebot ein starkes ökumenisches Zeichen", freut sich Pfarrer Holzborn.
In der Adventszeit soll die St. Petrus-Kirche in neuem Glanz erstrahlen und mit einem Extra-Gottesdienst durch einen Bischof des Bistums Hildesheim geweiht werden. Ian Stack: "Das wird für uns alle ein Riesenerlebnis!"