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Klettern: Sport in luftiger Höhe

Viele Routen stehen zur Auswahl. Konzentriert beobachtet Kletterpartnerin Larissa jede von Tavors Bewegungen

Immer mehr Menschen begeistern sich fürs Klettern / Buchholzer Kletterzentrum gut besucht


ab. Buchholz. „Klettern macht süchtig“, ist Tavor Geithe überzeugt. Er selbst startete mit einem Schnupperkursus in der Kletterhalle des Vereins Blau-Weiss Buchholz, inzwischen ist der 42-Jährige selbst Trainer. Schon oft hat er erlebt: Wer einmal angefangen hat, kommt nicht mehr davon los. Steigende Teilnehmerzahlen im Klettersport bestätigen die Erfahrungen des Buchholzers.

„Es ist wie Magie, beim Klettern vergisst man alles um sich herum.“ Nur wenige Minuten braucht der Buchholzer, je nach Schwierigkeitsgrad der „geschraubten Route“, um bis unter die bis zu 17,5 Meter hohe Decke der Halle zu gelangen.
Wichtigste Voraussetzung beim Klettern, sagt Geithe, ist ein Partner, der vom Boden aus „sichert“ und mit einem Seil und einem Sicherungsgerät das Gegengewicht bildet.

Wie wichtig es ist, richtig gesichert zu sein, zeigt der Unfall, der sich im vergangenen Jahr in der Halle ereignete. Ein erfahrener Gastkletterer aus Hamburg stürzte aus fünf Metern Höhe und brach sich einige Knochen. Seine Partnerin hatte das Sicherungsgerät falsch gehandhabt und das Seil komplett gelockert. Ein ungewöhnlicher Unfall, sagt Tavor Geithe. „Mit der richtigen Einweisung und einem anderen Sicherungsgerät wäre das kaum möglich gewesen“, ist er überzeugt.
Grundkenntnisse in der Sicherungstechnik sind das A und O, weitere Voraussetzung zum Klettern ist die richtige Ausrüstung: „Lockere und bequeme Kleidung, Klettergurt, Karabiner und Kletterschuhe“, zählt Geithe auf. Mehr brauche man nicht. Die Ausrüstung kann in der Halle geliehen werden. Kinder dürfen ab 14 Jahren selbstständig klettern, ansonsten nur unter Aufsicht. Inzwischen kommen sogar ganze Schulklassen zum Klettern in das Buchholzer Kletterzentrum.

Das freut besonders Arno Reglitzky, Vorsitzender von Blau-Weiss Buchholz. Es gab viele Widerstände, bis die 1,6 Millionen Euro teure, im Jahr 2012 eröffnete Halle gebaut wurde. Doch das Interesse am Klettersport gibt Reglitzky recht: „Die Leute kommen aus Lüneburg, Hamburg, Schneverdingen und sonst wo her, um hier zu klettern“, sagt er. Daher sei es schwierig, den Erfolg an einer reinen Mitgliederzahl in der Kletter-Sparte auszumachen. Derzeit gibt es rund 420 Mitglieder. Doch nicht jeder, der regelmäßig klettern wolle, würde in den Verein eintreten. „Wir haben viele Gastkletterer“, so Reglitzky. Sensationell sei allerdings der monatliche Durchlauf: Ca. 1.200 Menschen kommen pro Monat zum Klettern in die Halle, Tendenz steigend.
Bereits vor Jahren wurde der Klettersport zum Trend- und Breitensport. Laut des Deutschen Alpenvereins DAV klettern inzwischen rund zwei Millionen Menschen in Europa, davon etwa 500.000 in Deutschland, sowohl in- als auch outdoor.

• Am Samstag, 21. Mai, findet im Buchholzer Kletterzentrum ein Klettermarathon statt. Weitere Infos unter www.kletterzentrum-buchholz.de.