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Kompakt mit kurzen Wegen

Schulleiterin Kirsten Fuhrmann präsentierte den Siegerentwurf der Architekten Jan Hübener (li.) und Enrico Kleinke

Waldschul-Anbau: Leiterin Kirsten Fuhrmann stellte den Siegerentwurf von H2K vor

os. Buchholz. „Was mir an dem Siegerentwurf besonders gut gefallen hat, ist, dass er auf die pädagogischen Belange Rücksicht nimmt. Wir erhalten eine kompakte Schule mit kurzen Wegen.“ Das sagte Kirsten Fuhrmann, Leiterin der Buchholzer Grund- und Oberschule Waldschule, am Montag bei der offiziellen Vorstellung der Neubau-Pläne für die Einrichtung an der Parkstraße.
Wie berichtet, hatte sich das Hamburger Architektenbüro „H2K“ von Jan Hübener und Enrico Kleinke beim europaweiten Wettbewerb durchgesetzt. 80 Bewerbungen trudelten bei der Buchholzer Stadtverwaltung ein, zwölf Büros schafften es in die letzte Phase.
Die Wahl der Jury fiel letztlich einstimmig auf den H2K-Entwurf. Hübener und Kleinke werden den Anbau umsetzen, der möglichst ab Beginn des Schuljahrs 2019/20 genutzt werden soll. In dem dreistöckigen, rund 8,4 Millionen Euro teuren Neubau werden 18 Klassenräume für die Oberschüler untergebracht, zudem jeweils sechs Funktions- und Gruppenräume sowie drei Besprechungszimmer. Rund die Hälfte der ca. 620 Waldschüler sind Oberschüler der Klassenstufen fünf bis zehn. Für jede Klassenstufe stehen drei benachbarte Klassenräume sowie jeweils ein Gruppenraum zur Verfügung. „Das haben die Architekten hervorragend umgesetzt“, lobt Schulleiterin Fuhrmann. Ihr war zudem wichtig, dass die Wege für die Lehrer nicht zu weit werden. Der Verwaltungstrakt inklusive Lehrerzimmer bleibt im Altgebäude, nicht zuletzt, weil viele Lehrer sowohl in der Ober- als auch in der Grundschule unterrichten und sie möglichst schnell in alle Teile der Schule gelangen sollen.
Laut Bürgermeister Jan-Hendrik Röhse spricht für den Siegerentwurf, dass er ressourcenschonend mit dem angrenzenden Stadtwald umgeht und zur Parkstraße eine vergleichsweise schmale Häuserfront hat. Anwohner hatten gefragt, warum für den Neubau Bäume gefällt werden müssen. Es habe keine Alternative zu dem gewählten Standort gegeben, weil man den Anbau als ein zusammenhängendes und nicht mehrere einzelstehende Gebäude umsetzen wollte, betonte Kirsten Fuhrmann. Sie versprach, dass die Waldschüler für gefällte Bäume neues Grün pflanzen werden.
In den kommenden Wochen werden die Gespräche zwischen Architekten und Schulleitung intensiviert. Danach soll der genaue Zeitplan festgelegt werden. Zunächst soll der Neubau gestartet werden, die Übergänge zum alten Teil der Schule werden danach fertiggestellt.