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Lehrreiche Reise in die Vergangenheit

Was sind den das für Hieroglyphen: Mit Federkiel und Tintenfass wurde altdeutsche Schrift geübt

15 Schüler erlebten eine Woche den Alltag auf einem Bauernhof vor mehr als 100 Jahren

mi. Buchholz. Auf dem offenen Feuer brodelt die Suppe, es riecht nach Rauch und altem Holz. Im nur spärlich erleuchteten Wirtschaftsraum des „Sniers Hus“, einem historischen Bauernhaus aus dem 17. Jahrhundert, herrscht hektisches Treiben. Rund 15 Kinder sind dabei, Gemüse zu schnippeln, in Töpfen zu rühren und das Feuer in Gang zu halten.
Die Fünftklässler von der Integrierten Gesamtschule in Buchholz nehmen an dem Projekt „Zeitreise“ teil. Zusammen mit Lehrer Benjamin Jürgens verbringen sie eine Woche lang den Vormittag auf dem Gelände des Freilichtmuseums in Seppensen, um zu erfahren, wie sich das Landleben vor über 100 Jahren abspielte. Dabei kooperiert die Schule mit dem Geschichts- und Museumsverein Buchholz, der das Freilichtmuseum betreibt.
Insgesamt waren 60 Kinder bei dem Projekt dabei. Neben dem Kochen auf offenem Feuer, stellten sie Brötchen im alten Hofbackhaus her und übten im historischen Schulhaus des Museums, das Schreiben der altdeutschen Schrift mit Federkiel und Tintenfass. Der Renner bei den „Zeitreisenden“ war aber die Museumsschmiede. Unter Anleitung von Schmied Dieter von Plata durften die Schüler hier selbst zum Hammer greifen. „Das ist Geschichte zum Anfassen“, erklärt Benjamin Jürgens. Außerdem, so findet der Pädagoge, eine interessante Erfahrung für die „Generation @“. Hier gibt es keine Steckdosen und auch keine PCs. Die Kinder lernten, mit wie viel Arbeit früher zum Beispiel das Kochen verbunden war. „Wenn ich etwas will, muss ich dafür mehr tun, als nur einen Knopf drücken“, das ist für viele eine wichtige neue Erfahrung“, erklärt Benjamin Jürgens. Das Projekt findet zum ersten Mal statt. Allerdings wollen Schule und Museumsverein die Arbeit gerne ausbauen.