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Letztes Schul-Varieté für Denis Marcouly

Beliebt bei den Schülern: der Auftritt der Lehrerband um Schulleiter Hans.Ludwig Hennig (3. v. li.)
os. Buchholz. Alle zwei Jahre verwandelt sich das Buchholzer Albert-Einstein-Gymnasium (AEG) in eine riesige Arena der Sensationen: Beim Varieté treten an drei Abenden mehr als 250 Schüler in einem bunten Revue-Programm aus Tanz, Gesang, Zirkus, Parodie und vielem mehr auf. Von dem Erlös schafft das AEG dringend benötigte Geräte an und unterstützt die Partnerschule in Indien. Der Gründer des Varietés, AEG-Lehrer Denis Marcouly (64), verabschiedet sich nach den Vorstellungen Ende Januar/Anfang Februar von seinem geliebten Projekt. Ende Januar 2014 wird der beliebte Pauker pensioniert. "Ich hoffe, dass die Veranstaltung weitergeht", sagt er.
Ende 1979 hatte Marcouly, der in Toulouse geboren wurde, die Idee, das französische Flair an das AEG zu holen. "In Frankreich ist es normal, am Schuljahresende ein Varieté zu veranstalten, wenn besonders gute Schüler geehrt werden", sagt der Deutsch- und Französisch-Lehrer. 1980 setzte er die Idee in die Tat um - mit bescheidenen Mitteln. "Wir hatten damals eine sehr primitive Ausrüstung", erinnert sich Marcouly u. a. an einen uralten Schallplattenspieler.
Im Laufe der Jahre wurde das Varieté immer professioneller. Das lag an den enormen Talenten der Schüler. "Bei uns hatten viele ihren ersten Auftritt, die später auf der Bühne Karriere gemacht haben", sagt Marcouly. Darunter die Band "Basis", die um die Jahrtausendwende mit ihren Songs in den deutschen Charts vertreten war.
Anfangs stand Denis Marcouly selbst auf der Bühne, unterhielt die Gäste als Zauberer, Seiltänzer oder Komödiant. Jetzt sorgt er dafür, dass die Schüler zum rechten Zeitpunkt auf der Aula-Bühne stehen. Gar nicht so leicht, bei 250 Mitwirkenden den Überblick zu behalten.
Zwei AEG-Lehrer haben bereits signalisiert, gemeinsam Marcoulys Varieté 2015 weiterzuführen. Denis Marcouly hat seine Hilfe bereits zugesagt: "Wenn ich gefragt werden, bin ich da. Als Rentner habe ich künftig ja genug Zeit."
• Die Vorführungen finden am Montag und Dienstag, 28. und 29. Januar, sowie am Montag, 4. Februar, jeweils ab 19 Uhr im AEG statt.