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Ludwig Dorner (16) erhält für sein Geigenspiel den Kulturpreis des Landkreises Harburg

Jugendliche interessieren sich nicht für Klassik? Von wegen: der 16-jährige Ludwig Wladimir Dorner aus Hanstedt wurde für sein virtuoses Geigenspiel jetzt mit dem Kulturpreis des Landkreises Harburg ausgezeichnet

as. Buchholz. Er spielt die „erste Geige“ im Landkreis Harburg: Für sein virtuoses Violinenspiel hat Ludwig Wladimir Dorner (16) aus Hanstedt jetzt den Kulturpreis „Blauer Löwe“ erhalten. Bei der feierlichen Preisverleihung in der Buchholzer Empore stellte der 16-jährige sein Talent eindrucksvoll unter Beweis.

Der ehemalige AEG-Schüler ist seit September Stipendiat der Yehudi Menuhin School in London, einem weltweit anerkannten Spezialinternat für Streicher. Zur Preisverleihung ist der Musiker extra aus London angereist. „Eigentlich hätte ich noch bis zum 13. Dezember Schule gehabt, aber für die Verleihung durfte ich ausnahmsweise schon nach Hause“, erzählt Ludwig. Die Liebe zur klassischen Musik wurde ihm sprichwörtlich in die Wiege gelegt: Seine Mutter Natalia und sein Vater Michael sind ausgebildete Pianisten. Die Geige liegt ihm jedoch mehr als das Klavier. Mit sechs Jahren erhielt er seinen ersten Violinenunterricht an der Musikschule Hanstedt. „Ich habe das einfach mal ausprobiert und wurde schnell gut, dann habe ich das weiter verfolgt“, erinnert sich Ludwig. Dass er einmal so gut spielen wird, das habe er sich allerdings nicht vorstellen können, so Ludwig.
„Ludwig zeichnet sich durch eine enorme Spielfreude und dem Streben nach Perfektion aus“, sagte sein ehemaliger Lehrer Michael Holm, Dozent und Leiter der Initiative Jugend-Kammermusik, in seiner Laudatio. Unablässlich feilt Ludwig an den Feinheiten seines Spiels. „Es braucht mehr als nur Talent, um dieses Niveau zu erreichen. Das geht nur mit sehr viel Übung“, so Holm. Ludwig übt täglich drei bis vier Stunden, am Wochenende sind es sechs Stunden am Tag. Das zahlt sich aus: Ludwig präsentierte dem Publikum in der Empore mit technischer Präzision und viel Spielfreude Stücke von Paganini, Ravel und Bach, die Musiker und Instrument alles abforderten.
Zusätzlich zu den vielen Bundespreisen nun auch in seiner Heimat ausgezeichnet zu werden, war ein besonderer Moment für ihn. „Dass es genau hier in der Region so einen Wettbewerb gibt, der Kultur und Musik in unserem Landkreis fördert, das ist toll“, freut sich Ludwig. Das von der Sparkasse Harburg-Buxtehude gestiftete Preisgeld von 2.000 Euro möchte er in seine Bildung investieren. Bis zu seinem Abschluss würde Ludwig gern an der renommierten Yehudi Menuhin School bleiben. Er träumt von einer Karriere als Solist, weiß aber auch, wie schwierig das ist. „In meiner Schule sind viele, die ähnliche Träume verfolgen und viel von klassischer Musik verstehen. Aber ich werde alles dran setzen, das zu schaffen“, sagt Ludwig.