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Metronom-Sprecher: "Wir müssen handeln" - Bahnunternehmen fordert "Runden Tisch"

Wegen Bäumen auf den Gleisen mussten beim Orkan "Xavier" die Fahrgäste des Metronom evakuiert werden (Foto: bim)
(jd). Ein Sturm fegt über das Land hinweg - und auf Tage ist der öffentliche Nahverkehr nahezu lahmgelegt: Wird das künftig dauernd so sein? Müssen sich Zigtausende Pendler und Bahnfahrer darauf einstellen, dass sie im wahrsten Sinne des Wortes "auf der Strecke bleiben", wenn wieder ein Sturmtief für Stillstand im Bahnbetrieb sorgt? Noch immer hat die Region mit den Nachwehen von "Xavier" zu kämpfen: So soll die S-Bahn-Strecke zwischen Horneburg und Stade erst am heutigen Mittwoch wieder befahrbar sein. Streckensperrungen gibt es auch noch beim Metronom. Das regionale Bahnunternehmen mit Sitz in Uelzen fordert nun die Einrichtung eines landesweiten "Runden Tisches Grünschnitt".

"Die Unwetter haben gezeigt, dass der Handlungsbedarf entlang des niedersächsischen Eisenbahnnetzes groß ist", erklärt Metronom-Sprecher Björn Pamperin. Das Netz des Metronom in der Nordheide und und im Elbe-Weser-Raum ist von den jüngsten Sturmschäden besonders stark betroffen: Bäume krachten auf Gleise und Oberleitungen. "Bisher gab es glücklicherweise noch keine größeren Unfälle", sagt Pamperin. Doch er fürchtet, dass künftig auch Menschen zu Schaden kommen könnten: "Wir müssen jetzt handeln."

Pamperin sieht die DB Netz AG als Eigentümerin der Gleisanlagen in der Pflicht: "Die von Bäumen ausgehenden Gefahren müssen beseitigt werden." Sollte es dabei Probleme mit dem Naturschutz geben, müsse im Interesse der Sicherheit aller Bahnfahrer eine einvernehmliche Lösung gefunden werden. Bahnunternehmen und Behörden müssten sich umgehend zusammensetzen.

Eine Forderung, die der CDU-Landtagsabgeordnete Helmut Dammann-Tamke schon nach dem letzten Sturm gestellt hat und nun erneuert: "Das Umweltministerium hat jetzt alle Beteiligten an einen Tisch zu bringen, um zu klären, wie die Bahntrassen künftig sicherer gemacht werden. Es müsse doch in vier bis sechs Wochen hinzubekommen sein, eine landesweite Lösung zu präsentieren, so Dammann-Tamke.