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Mit Liebe zum Detail zurück in die DDR: Szenenbildner Frank Godt stattete "Weissensee" aus

"Die Liebe zum Detail ist unsere Stärke": Szenenbildner Frank Godt (Foto: Laura Godt)
os. Buchholz. "Für mich war es eine große Herausforderung, die alte DDR wieder aufleben zu lassen und bis ins kleinste Detail glaubwürdig zu rekonstruieren." Das sagt Frank Godt (47). Der Szenenbildner aus Buchholz stattete mit seinem Team die zweite Staffel von "Weissensee" aus. Sechs neue Folgen der TV-Erfolgsserie laufen ab dem 17. September dienstags ab 20.15 Uhr in der ARD.
Mehrere Monate leistete Frank Godt hinter den Kulissen Schwerstarbeit. Er recherchierte akribisch, was das Leben in der DDR ausmachte, besuchte zahlreiche Fundus, um geeignete (Klein-)Utensilien für das Filmset zu finden. "Gerade diese Liebe zum Detail macht 'Weissensee' so besonders", erklärt Godt. Bei den Fahrzeugen à la Trabant und Wartburg, die zum Teil von Privatpersonen gemietet wurden, hatten die Szenenbildner mit besonderen Problemen zu kämpfen: "Wir mussten die Eigentümer extra darum bitten, nicht mit hochpolierten Autos bei uns aufzutauchen." DDR und Hochglanz, das passt nicht in die Weissensee-Geschichte.
Alle Plakate, die im Film verwendet wurden, stellte das Godt-Team selbst her, teilweise sogar die Speisen auf den Film-Tischen. "Wir mussten sehr auf die Markenrechte achten", sagt Frank Godt. Werden diese missachtet, kann es vor Gericht schnell teuer werden.
Gedreht wurde im Jahr 2011 in Berlin und Umgebung. Eigentlich sollten die neuen Folgen schon 2012 im Fernsehen gezeigt werden. Produzentin Regina Ziegler entschied sich, diese erst auf DVD herauszubringen. Das brachte ihr nicht nur Beifall bei den GEZ-Zahlern ein.
Frank Godt hofft, dass es eine dritte Staffel von Weissensee geben wird. "Die Geschichte der Kupfers lässt sich hervorragend in der Nachwendezeit weitererzählen", sagt Godt. Das Okay der ARD steht noch aus.