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Mit Wasser aus dem Jordan getauft! Johannis-Kirchengemeinde in Buchholz feierte Open-Air-Gottesdient am Steinbach

Die Teilnehmer einer besondere Taufe: die Täuflinge mit ihren Eltern und Pastor Jürgen Stahlhut
mum. Buchholz. So einen Großvater kann man sich nur wünschen. Bereits vor zehn Jahren reiste Karl Adam nach Israel, um dort Wasser aus dem Jordan für die Taufe seiner Enkel abzufüllen. Insgesamt fünf kleine Flaschen brachte er mit. Zwei davon wurden bereits vor zwei Jahren benötigt. Damals bekamen die Enkeltöchter Jette Ina und Greta Lene Gottessegen mit Jordan-Wasser. Am Sonntag wurden die nächsten beiden Flaschen ihrer Bestimmung übergeben. Jesper Henri Adam war diesmal an der Reihe. Dabei handelte es sich um eine ganz besondere Taufe: Bereits zum sechsten Mal lud die Johannis-Kirchengemeinde zu einer Open-Air-Taufe am Steinbach auf der Wiese von Familie Kummer ein.
Für Pastor Jürgen Stahlhut ist der Gottesdienst nicht mit anderen in der Kirche zu vergleichen. "Das beginnt schon bei der Logistik", so der Pastor. Bereits am Samstag brachten Helfer Tische und Bänke hinunter an den Bach. "Es ist schön, dass sich dafür immer Freiwillige finden." Am Sonntag wurden gleich neun Personen getauft - sieben Kinder im Alter von acht Monaten bis sechs Jahre sowie mit Sara Manca (21) und Markus Chilcott (41) zwei Erwachsene.
"Die Taufe am Steinbach ist sehr beliebt", sagt Pastor Stahlhut. Unmittelbar nach dem Open-Air-Gottesdienst würden sich bereits Eltern für das kommende Jahr anmelden wollen. "Mehr als zehn Täuflinge können wir aber nicht annehmen."
Bevor es zum Segensspruch kam, mussten die Kinder, beziehungsweise ihre Eltern mit anpacken. Das Taufwasser aus dem Steinbach wurde gemeinsam aus einer Zinnwanne zum Taufbecken getragen. "Wir möchten nicht, dass jemand in den Bach fällt", so der Pastor. Daher werde das Wasser schon am Morgen aus dem Bach entnommen. Ein kleines Singspiel, dass die Geschichte von Johannes erzählte, fehlte ebenfalls nicht.
Im Anschluss an den kurzweiligen Gottesdienst bestand die Möglichkeit, ein leckere Wurst vom Grill zu genießen. Auch das macht die Open-Air-Taufe besonders. Wann spricht man schon das "Vater Unser" und hat dabei Grillduft in der Nase.