Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

"Nǐ hǎo": Chinesisch-Unterricht am Buchholzer Gymnasium

Anreiz für die Gymnasiasten: Eine Gruppe von Neuntklässlern reiste im Oktober in die Region Shanghai (Foto: oh)

Gymnasium am Kattenberge fördert mit neuem Konzept leistungsstarke Schüler

os. Buchholz. "Ni hao" ("Guten Tag") und "zài jiàn" ("Auf Wiedersehen") wird man künftig häufig im Buchholzer Gymnasium am Kattenberge (GAK) hören, den Satz "wobùshuó zhong wén" ("Ich spreche kein Chinesisch") dagegen immer seltener: Als eine der ersten Schulen in Niedersachsen bietet das GAK ab Februar künftig regelmäßigen Chinesisch-Unterricht an.
Möglich macht das ein neues Unterrichtskonzept: Beim "Individuellen Lernen" sollen gute Schüler mit zusätzlichen Angeboten gefördert werden, während leistungsschwächere Schüler parallel ihre Defizite aufarbeiten, vor allem in den Kernfächern Deutsch, Mathe und Englisch. Dafür wird zunächst für die Fünftklässler eine Doppelstunde pro Woche freigeschlagen. Das GAK reagiert mit "Individuelles Lernen" auf einen Erlass des niedersächsischen Kultusministeriums. "Wir können so viel individueller auf jeden einzelnen Schüler eingehen", sagt Sylvia Feddersen, stellvertretende Leiterin des GAK.
Den Chinesisch-Unterricht übernimmt Yia Ma: Die promovierte Germanistin, die in Shanghai geboren wurde und die seit 1985 in Deutschland wohnt, gibt bereits seit langem Chinesisch-Kurse an der Kreisvolkshochschule. Dort entstand auch der Kontakt zum GAK.
Das Besondere an dem neuen Förderangebot: Auf die Schüler wartet in der Klasse 9 ein China-Austausch, der im vergangenen Oktober erstmals stattfand. Ebenfalls auf Vermittlung von Yia Ma verbrachten 20 GAK-Schüler zwei Wochen in Gastfamilien in der Region Shanghai. Dort nahmen sie am Schulunterricht teil und besuchten u.a. die Chinesische Mauer. Die Schüler zeigten sich schwer beeindruckt von der Reise. "Die Gastfreundschaft der Chinesen war unglaublich", berichtet Anna (14) aus der 9c. Der Unterricht sei völlig anders als in Deutschland, weil er allein auf Auswendiglernen und Pauken ausgerichtet sei, so Anna. Der Gegenbesuch der chinesischen Schüler erfolgt im kommenden Sommer.
Neben Chinesisch werden am GAK u.a. ein Dänisch- und ein Modellbaukursus eingerichtet. "So soll für uns Schule sein", sagt Co-Rektorin Feddersen. Starke Schüler, die sich sonst im Unterricht auch mal langweilen, würden vor besondere Herausforderungen gestellt.