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Natürlicher Badespaß ohne Chemie: Schwimmteiche und naturnahe Badeanlagen bieten Badespaß und sind gleichzeitig kleine Biotope

Auch auf kleinen Grundstücken lassen sich naturnahe Badeanlagen leicht realisieren (Foto: djd/biotop/swimmingteich.com)
(cbh/djd/pt). An heißen Sommertagen ist der Sprung ins kühle Freibadnass hochwillkommen - viele bereuen ihn jedoch schnell, wenn sich kurze Zeit später die Augen röten. Chlorzusätze im Wasser können außerdem die Haut reizen. Eine Alternative dazu ist ein Pool im eigenen Garten. Doch auch hier kommen zumeist chemische Mittel ins Spiel, um das Nass klar und hygienisch zu halten. Dabei gibt es längst Alternativen: Naturnahe Badeanlagen regenerieren sich auf ökologische Weise. Dabei haben Gartenbesitzer die Wahl zwischen einem Biopool und einem Schwimmteich.
Während der biologische Pool der klassischen Variante nahekommt und sich vor allem durch eine spezielle Filtertechnik unterscheidet, wird ein Schwimmteich optisch eher wie eine natürliche Wasserfläche gestaltet und harmonisch in die Gartengestaltung einbezogen. So entsteht ein Biotop mit einem lebendigen Zusammenspiel von Pflanzen und Tieren - dies kann auch neue Lebensräume für selten gewordene Tierarten schaffen. Das Wasser wird natürlich gereinigt, indem sich die Anlage in den eigentlichen Badebereich und eine Regenerationszone aufteilt.
Mit einem Schwimmteich kommen Gartenfreunde der Natur sehr nahe. Bei der Größe eines Schwimmteiches gibt es mit Hilfe der modernen Technik keine Limits mehr. Galten früher noch 40 Quadratmeter als Untergrenze für die Wasserfläche, gibt es jetzt weder nach unten noch nach oben eine Beschränkung. Bei der Wahl des Standorts ist von Sonne bis Schatten alles möglich.
Auch bei der Wasseraufbereitung liegen die Unterschiede im Detail: Während in Schwimmteichen Pflanzen und Mikroorganismen die Filterfunktion für das Wasser übernehmen, wird diese Aufgabe im Living-Pool von einem Biofilter und einem speziellen Phosphorfilter übernommen. Damit werden die Algen buchstäblich ausgehungert. Das Wasser läuft durch einen biologischen Filter, der unter dem Steg oder in einem Schacht untergebracht ist. Dort werden die organischen Trübstoffe ausgefiltert und die Bakterien abgebaut. Der in den Trübstoffen enthaltene Phosphor wird zu gelöstem Phosphat umgewandelt. Anschließend saugt eine Pumpe das Wasser aus dem Biofilter und pumpt es durch einen weiteren Filter, in dem das gelöste Phosphat gebunden wird.