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Nepal: Ein Land der Gegensätze

Bunter Moloch: Die nepalesische Hauptstadt Katmandu besticht durch bunte Häuser, hat aber ein massives Müllproblem (Foto: Treib)

Isabel Treib (19) arbeitete in Südostasien drei Monate als Freiwillige in einem Internat

os. Buchholz. Als Land der extremen Gegensätze erlebte Isabel Treib (19) den ostasiatischen Staat Nepal während ihres dreimonatigen, ehrenamtlichen Einsatzes in einem Internat. Auf der einen Seite sah die Abiturientin aus Buchholz strahlende Menschen, knallbunte Kleider und atemberaubende Landschaften im Himalaya-Gebrige, auf der anderen Seite erlebte sie Engpässe bei der Stromversorgung, Streiks und Bombenterror vor den Wahlen und die Hauptstadt Katmandu als Moloch unter einer gefährlichen Dunstglocke - sowie mit erheblichem Müllproblem. "So eine dreckige Stadt habe ich noch nie gesehen", berichtet Isabel Treib.
Nach ihrem Abitur an der BBS Buchholz wollte sich die Buchholzerin ehrenamtlich engagieren. Auf einem Basar des Eine-Welt-Ladens "La Esperanza" wurde sie auf den kleinen Verein "Haus der Hoffnung Nepal" aufmerksam. Dieser ermöglicht nepalesischen Kindern einen Schulbesuch - ein Luxus in dem armen Staat. Isabel Treib bewarb sich als Praktikantin - und reiste nach einer Schulung in Schwäbisch Gmünd nach Südostasien.
In dem Internat kümmerte sie sich mit sechs weiteren jungen Helfern aus Deutschland um die 46 Schüler im Alter von drei bis 21 Jahren. Schon um sechs Uhr morgens stand Lernen auf dem Programm. "In Nepal ist das Schulsystem auf reines Auswendiglernen ausgelegt", berichtet Isabel Treib. Nach dem gemeinsamen Frühstück wurden die Schüler in die nahegelegene Schule gebracht. Bis nachmittags hatten Isabel Treib und ihre Mitstreiter frei, dann halfen sie den Schülern nach der Rückkehr ins Wohnhaus bei den Hausaufgaben und spielten mit ihnen.
Was Isabel Treib am meisten beeindruckte: Trotz der bescheidenen Lebensverhältnisse beschweren sich die Nepalesen nicht, machen das Beste aus der Situation. "Viele sind richtige Lebenskünstler", sagt die junge Buchholzerin. Sie zieht ein positives Fazit ihres Nepal-Aufenthalts: "Die Zeit dort holt einen auf den Boden der Tatsachen zurück und zeigt, wie gut wir es in Deutschland haben."
Isabel Treib hat die Arbeit mit Kindern so viel Spaß gemacht, dass sie hier ihre berufliche Zukunft sieht. "Ich würde gerne als Grundschullehrerin arbeiten", sagt die 19-Jährige, die derzeit ihr Freiwilliges Soziales Jahr in der St. Petrus-Kita in Buchholz absolviert.
• Informationen zum Verein "Haus der Hoffnung Nepal" unter www.hausderhoffnung-nepal.de.