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Pflegeberufe auch für Männer

Machen sich stark für Männer in der Pflege: (v.li) stellvertretender ärztlicher Direktor Dr. Michael Scheruhn, Pflegeschüler Simon Hütter, Geschäftsführer Norbert Böttcher, Lehrerin Eva Husung, Landtagsabgeordneter Norbert Böhlke und Pflegeschüler Maximilian Müller Foto: nf (Foto: nf)
nf. Buchholz/Winsen. „Arbeit in der Pflege hat eine Perspektive, auch für Männer“. Dieser Überzeugung ist der Seevetaler Landtagsabgeordnete und sozialpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Norbert Böhlke. In seiner Eigenschaft als Sprecher der Gesellschafter der Krankenhauser Buchholz und Winsen wirbt der Politiker dafür, dass mehr Jungen als bisher eine Ausbildung in einem sozialen Beruf beginnen, beispielsweise als Alten-, Gesundheits- und Krankenpfleger.
Eine Gelegenheit, in die Tätigkeit der Pflegenden hineinzuschnuppern, gibt's beim Zukunftstag der Krankenhäuser am Donnerstag, 27. März. Acht Jungen und sieben Mädchen im Krankenhaus Winsen sowie elf Mädchen und fünf Jungen im Krankenhaus Buchholz werden für einen Tag Ärzte und Pflegepersonal bei ihrer Arbeit begleiten.
Norbert Böttcher, Geschäftsführer der Krankenhäuser, sieht das mit großer Freude. „Pflegeberufe werden immer wichtiger“, sagt er. Bisher ließen sich viele Interessenten davon abschrecken, dass Tätigkeiten im sozialen Bereich oft nur geringen Verdienst und wenig Aufstiegschancen bereithielten. „Doch die Akademisierung der Pflege schreitet voran und die Berufsbilder sind im Wandel“, so Böttcher.
An der Gesundheits- und Krankenpflegeschule in Buchholz ist eine Ausbildung in der Pflege durchaus begehrt, berichtet Lehrerin Eva Husung. Die 75 Plätze in drei Jahrgängen sind alle belegt, an Bewerbungen besteht kein Mangel. Pro Jahrgang sind vier bis fünf Jungen dabei.
Zu ihnen gehören Simon Hütter (22) aus Lüneburg, Schüler im dritten Ausbildungsjahr, und Maximilian Müller (20) aus Bendestorf, der sich im ersten Ausbildungsjahr befindet. Beide haben keinerlei Probleme im früheren „Frauenberuf“ Pflege: „Wir fühlen uns an der Schule super wohl, die Arbeit macht Spaß und ist interessant“, so beide übereinstimmend. Während Simon sich gegenwärtig um eine erste Anstellung bewirbt – er möchte gern im psychiatrischen Bereich tätig werden - zieht Maximilian auch ein späteres Medizinstudium in Erwägung.
Beispiele, die zeigen, wie vielfältig die Möglichkeiten sind, die eine Pflegeausbildung heute bietet. Und auch die Ausbildungsvergütung zwischen 890 Euro (im ersten Lehrjahr) und 1.020 Euro monatlich (im dritten Lehrjahr) stimmt. Das Beste aber: „Von den Patienten kommt viel Anerkennung und Dankbarkeit zurück, das macht zufrieden“, bestätigen die jungen Männer.