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Pfusch am Bau: Sachverständige raten Bauherren, ihr Bauvorhaben detailliert zu planen und Verträge genau zu prüfen

Damit die Traumimmobilie während der Bauphase nicht zum Alptraum wird, ist eine Baubegleitung von einem Sachverständigen ratsam (Foto: Bauunion/HLC)
cbh. Die Mietpreise steigen unaufhörlich, die Zinsen hingegen sind auf Rekordtief. Selten zuvor gab es so viele Bürger, die jetzt ein Bauvorhaben oder eine Haus-Sanierung planen. Doch aufgepasst - wer keine unliebsamen und dann oft teuren Überraschungen erleben möchte, der sollte sich gut vorbereiten.
Diplom-Ingenieur Adolf Behrens vom Sachverständigen-Büro Weidling & Weidling in Buchholz: „Das Wichtigste für jeden Bauherren ist eine gute Vorbereitung des Bauvorhabens. Und das beginnt mit der Wahl des Bauunternehmens. Informationen sind hier das A und O. Erkundigen Sie sich ausführlich über den Bauunternehmer, besprechen Sie, ob er auch tatsächlich das Haus Ihrer Vorstellungen bauen kann, und sprechen Sie mit ehemaligen Bauherren, die mit diesem Unternehmen bereits gebaut haben und besichtigen Sie deren Häuser.“
Ist das Unternehmen gewählt, der Haustyp besprochen und das Angebot aufgesetzt, sollte der Bauherr dieses genau prüfen lassen, sowohl von einem Anwalt als auch von einem Bausachverständigen. Behrens: „Oft sind zum Beispiel die Baubeschreibungen recht oberflächlich gehalten und geben dem Unternehmen Raum zur Interpretation. Die müssen dann ergänzt und auf das geplante Objekt umgeschrieben werden.“ Auch die vom Bauherren geplanten Eigenleistungen sollten im Vertrag berücksichtigt werden.
Bausachverständige bieten Baubegleitung und Bauüberwachungen an. Die Leistungen beinhalten üblicherweise: Vor Baubeginn die Überprüfung von Bauzeichnung, -beschreibung, Statik und Energieeinsparmaßnahmen; eine Baubesprechung vor Baubeginn vor Ort mit der Baufirma und dem Bauherren u.a. wegen der Festlegung der Höhe oder Einrichtung einer aus Baustraße. Es finden dann noch drei weitere Ortsbesichtigungen statt. Die erste nach Fertigstellung des Kellers. Hier werden u.a. Wände und Abdichtungen überprüft. Die zweite vor Beginn der Ausbaumaßnahmen noch im Rohbau. Die vierte zwei bis drei Wochen vor der Hausabnahme. Hier werden Restarbeiten besprochen und eine Mängelliste erstellt, die vor Hausübergabe vom Bauunternehmen noch abarbeitet werden kann. Und dann wird auch die endgültige Übergabe des Hauses begleitet.
Nach jeder Besichtigung erhält der Bauherr ein Protokoll, dass er mit dem Bauunternehmen besprechen kann.
Behrens: „Eine absolute Garantie, das alles glatt läuft, gibt es nicht. Bei jedem Bau passieren Mängel, entstehen Schäden, läuft etwas schief. Aber mit einer guten Vorbereitung und einer Baubegleitung wird das Risiko minimiert und vor allem die Gewährleistung erhalten.“