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Rollstuhldefekt sorgt für Tour-Abbruch

Matthias Klei fuhr 300 Kilometer in fünf Tagen (Foto: Matthias Klei)
(ab). Matthias Klei musste seinen Plan ändern: Sein Projekt, mit dem Elektro-Rollstuhl in sieben Tagen 420 Kilometer quer durch Norddeutschland zu fahren (das WOCHENBLATT berichtete), scheiterte am fünften Tag an einem Rollstuhldefekt. Auf Facebook setzte der tetragelähmte Abenteurer noch einen Reparatur-Notruf ab, der Rollstuhl sei nicht mehr zu bewegen. „Die Hilfsbereitschaft nach dem Aufruf war überwältigend“, schrieb Klei in seinem Abschlussbericht. Doch es half alles nichts: Nach fünf Tagen und 300 Kilometern war die Tour zu Ende.

Klei, der durch seine Tetra­spastik Arme und Beine nur stark eingeschränkt bewegen kann, war am 8. August in Begleitung einiger Bekannter und Assistenten von Bielefeld aus Richtung Hamburg aufgebrochen. Ziel sollte Cuxhaven sein. Am Abend des 11. August erreichten Klei und seine Begleiter wie vorgesehen den Campingplatz in Holm-Seppensen, „den schönsten auf der Tour“, sagt Klei. Die Truppe erreichte am Tag darauf planungsgemäß Hamburg - doch am 13. August streikte der Rollstuhl. Klei: „Das Resümee der Tour ist trotzdem durchweg positiv. Wir hatten viel Spaß. Und wir brachten einige Menschen, denen wir unterwegs begegnet sind, dazu, ihren Blickwinkel auf Behinderte zu ändern.“ Dankbar ist Klei auch sämtlichen Unterstützern, allen voran der Firma Meyra, die ihm den Elektro-Rollstuhl zur Verfügung gestellt hatte.

• Infos: www.matthias-klei.de.