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Rum in der Mettwurst

Die Drittklässler stellten in der Aula der Mühlenschule die Ergebnisse ihrer Kulturwoche vor

Projekt Kinderkulturpfad: Grundschüler lernten "Altes Handwerk" kennen

os. Holm-Seppensen. Wie wurden früher die Haare geschnitten? Wie funktioniert das Mahlwerk einer alten Mühle? Was macht eine Mettwurst so lecker? Antworten auf diese Fragen erhielten 72 Drittklässler der Mühlenschule Holm-Seppensen bei der Projektwoche zum Thema "Altes Handwerk". Dabei handelte es sich um den dritten Teil des "Kinderkulturpfades", den die Künstlerin Miriam Bonner in Kooperation mit der Mühlenschule durchführt. In den Vorjahren hatten sich die jeweils aktuellen Drittklässler mit Straßennamen und berühmten Persönlichkeiten in Holm-Seppensen auseinandergesetzt.
"Wir haben viele Aha-Effekte erlebt", erklärt Schulleiterin Beate Trützschler. Ehemalige Handwerker wie Tischler Hans Georg Wiese oder Schmied Arnold Kahnenbley plauderten aus dem Nähkästchen und erzählten viele Anekdoten aus ihrem Arbeitsleben. Bei Kahnenbley in der Schmiede des Museumsdorfes Sniers Hus durften die Kinder selbst Nägel schmieden. Kaum ein Kind - und auch kein Lehrer - wusste, dass alkoholfreier Rum als Geschmacksverstärker für Mettwurst verwendet wird.
Bei einer kleinen Feierstunde bedankten sich die Grundschüler bei den Handwerkern, engagierten Bürgern wie Mariechen Wagener und bei Mitgliedern des Geschichts- und Museumsvereins Buchholz für ihre Hilfe, u.a. mit dem Lied "Wer will fleißige Handwerker seh'n". Die Ergebnisse der Projektwoche werden auf acht Schildern zusammengefasst, die bis Juni in Holm-Seppensen aufgestellt werden sollen.
Miriam Bonner kündigte an, das Projekt "Kinderkulturpfad" 2015 fortzusetzen. Das Thema steht noch nicht fest.