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Schafe helfen bei der Pflege der rekultivierten Deponie in Buchholz

Auf der rekultivierten Fläche (v. li.): Ingenieur Klaus-Peter Salomo, Thomas Söller (Stadt Buchholz), Martin Ehlers, Anja Baesmann, Sven Saatmann (alle DB Netz) und Dr. Christian-Peter Kisten (Sanierungsmanagement Deutsche Bahn)
bim. Buchholz. Wo einst Schottermassen lagerten und aufbereitet wurden, Anwohner sich wegen Lärms und Transportverkehrs häufiger bei der Stadt Buchholz beschwerten, herrscht jetzt eine echte Idylle: auf der früheren Deponie der Deutschen Bahn in Suerhop. Die Fläche ist nun begrünt und mit heimischen Gehölzen bepflanzt. Für die Pflege sorgt eine kleine Schafherde. Vertreter der Bahn und der Stadt stellten jetzt die erfolgreiche, vier Millionen Euro teure Rekultivierung des fünf Hektar großen Areals vor.
Das Gelände war früher eine Sand- und Kieskuhle, bevor es für zwei Jahrzehnte bis 2004 an eine Firma für die Schotteraufbereitung verpachtet wurde.
Vor fünf Jahren begann das Sanierungsmanagement der Bahn mit der Betreuung der Arbeiten zur Rekultivierung, die von der DB Netz bis zur Abnahme begleitet wurden. „Als wir die Fläche übernahmen, waren wir bemüht, kein neues Material aufzubringen, sondern das vorhandene zu nutzen“, so Dr. Christian-Peter Kisten vom Sanierungsmanagement. Statt einen klassischen Deponiehügel zu schaffen, wurde das bestehende Landschaftsrelief nach Osten fortgeführt. Bei den umfangreichen Erdarbeiten wurden insgesamt ca. 280.000 Kubikmeter Erde und Schotter bewegt. Bei der naturnahen Wiederherstellung des Geländes musste auch im Sinne des Grundwasserschutzes eine Lösung gefunden werden. Denn bei einer Untersuchung waren Belastungen des Bodens und des Grundwassers mit Herbiziden festgestellt worden. Um zu verhindern, dass Niederschlagswasser in den Boden eindringt und Schadstoffe in den Untergrund auswäscht, wurde eine Kunststoffdichtungsbahn aufgebracht, die wiederum mit einem Meter Boden aufgefüllt wurde. „Die chemische Belastung der abgelagerten Stoffe ist aber gering. Eine Umweltbelastung bestand nie“, betonte Klaus-Peter Salomo, Geschäftsführer der Ingenieurgesellschaft für Geotechnik und Umweltmanagement aus Uelzen, die die Erdarbeiten überwachte. Das Wasser wird in drei Entwässerungsgräben abgeführt oder von den Pflanzen aufgenommen.
Jetzt erfolgt die Nachsorge der Fläche: Mit der Vegetationskontrolle durch die „tierischen Angestellten“, die Schafe von Hobbyschäfer Marcus Fiske aus Suerhop, sowie durch menschliche Angestellte, die die Entwässerungsgräben instandhalten und das Grundwasser weiterhin kontrollieren, um eine schädliche Verunreinigung durch die Deponie auch langfristig auszuschließen.