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Schluss mit Schippen - Kindergarten Westerhof soll neuen Außenbereich erhalten

„Bis hierhin staute sich der Baggermatsch“: Gerda Seipold, Leiterin des Kindergartens in Westerhof, zeigt, wie hoch bei Starkregen Wasser auf der Terrasse des Kindergartens stand
as. Westerhof. „Es wird Zeit, das hier etwas gemacht wird. Ich habe Angst um unsere Gebäude“, sagt Gerda Seipold, Leiterin des Kindergartens „Zwergenhofs“ in Westerhof. Seit dem Anbau des Bewegungsraumes 2012 staut sich bei schweren Regenfällen das Wasser auf der Terrasse des Kindergartens. Jetzt hat der Ausschuss für Kinderbetreuung einem neuen Konzept für die Außengestaltung des Kindergartens zugestimmt und will im Haushalt 2017 102.000 Euro dafür bereitstellen. Gerda Seipold und ihre Kolleginnen sind froh über diese Entscheidung.
Das Kindergartengebäude, in dem 50 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren untergebracht sind, wurde damals in einen Hang hineingebaut. Bei starken Regenfällen schießt das Wasser den Hang hinunter. Durch den im rechten Winkel zum Hauptgebäude errichteten Anbau kann das Wasser nicht mehr ohne Weiteres abfließen und staut sich auf der Terrasse. „Teilweise stand das Wasser bis zu 15 Zentimeter hoch am Haus und lief in den Flur - wir mussten Matsch und Wasser mit der Schaufel wegschippen“, sagt Gerda Seipold. Die Gemeinde Rosengarten versuchte zunächst, der Wassermassen durch Palisaden und eine dichte Bepflanzung des Hanges Einhalt zu gebieten, doch die Nachbesserungsversuche blieben ohne Erfolg. Das Wasser fließt einfach an den Hindernissen vorbei. Mittlerweile sind auch Bäume und das Mauerwerk unterspült worden. „Der Fehler wurde bereits beim Bau des Bewegungsraumes gemacht, es wurde viel zu wenig Boden abgetragen“, sagt die Landschaftsarchitektin Kirsten Winkler, die mit der Neuplanung des Außenbereichs beauftragt wurde. Ihr Entwurf sieht vor, die Palisaden zurück zu bauen, die Pflanzen zu roden und einen neuen Anschluss für die Entwässerung zu legen. Eine sanfte Böschung soll den steilen Hang ablösen, das Gefälle soll eins zu drei betragen.
Im Ausschuss herrschte Einigkeit, was die Notwendigkeit der Sanierung angeht. „Das Wichtigste ist, dass wir die Außenfläche so herrichten, dass sie optimal genutzt werden kann und die Gebäude nachhaltig geschützt werden“, sagte Bürgermeister Dirk Seidler. Bis die Bauarbeiten beginnen können, dauert es aber noch: Das Konzept soll frühestens im Laufe des nächsten Jahres umgesetzt werden.
Die Frage, weshalb damals der Planungsfehler nicht berichtigt wurde, konnte im Ausschuss nicht abschließend geklärt werden.