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Schmiede am Sniers Hus wird eingeweiht

Freuen sich auf die Eröffnung der Schmiede: (v. li.) Hartmut Matthies, Dr. Erhard Deisting und Werner Bauer vom Geschichts- und Museumsverein Buchholz

Punktlandung für das ehrgeizige Projekt im Museumsdorf / Einweihung am 25. April

os. Seppensen. Das Museumsdorf "Sniers Hus" in Seppensen (Zum Mühlenteich 3) ist um eine Attraktion reicher: Am Freitag, 25. April, ab 16 Uhr wird die Schmiede in einer kleinen Feierstunde offiziell eingeweiht. Dort sollen künftig Schmiedekurse und Schauvorführungen der alten Schmiedekunst stattfinden. Auch in den traditionellen Backtag soll die Schmiede künftig an jedem dritten Samstag im Monat integriert werden.
Das Projekt ist eine Punktlandung: Wie berichtet, hatte Schmied Arnold Kahnenbley beim Auszug aus seiner alten Werkstatt am Radeland in Buchholz im Sommer 2011 dem Geschichts- und Museumsverein Buchholz rund 200 alte Werkzeuge unter der Maßgabe vermacht, bis 1. Mai 2014 die Schmiede in Seppensen fertigzustellen. Sonst wollte Kahnenbley Hammer, Amboss & Co. zurückhaben.
Mit Fleiß und Mut gingen rund 30 Ehrenamtler das ehrgeizige Projekt an. "Wir haben zusammen rund 2.500 Stunden Arbeit geleistet", sagt Dr. Erhard Deisting, Vorsitzender des Geschichts- und Museumsvereins. "Was die Ehrenamtlichen geleistet haben, ist sagenhaft!" Deisting holte als Architekten seinen alten Schulkameraden Hans-Joachim Turner ins Boot. Dieser organisierte aus dem Landkreis Rotenburg ein altes Backhaus aus dem Jahr 1800, das in Seppensen wieder aufgebaut wurde. Das Fachwerkhaus ist neun Meter lang, etwas mehr als sechs Meter breit und bis zu siebeneinhalb Meter hoch. Die Ziegel stammen vom Gut Holm. "Wir haben fünf große Lkw Steine bekommen und sie wie die Trümmerfrauen gereinigt", beschreibt Deisting.
An der Finanzierung des 73.000-Euro-Projektes beteiligten sich die Stadt Buchholz, der Ortsrat Holm-Seppensen, die Haspa und private Geldgeber.