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Schüler unterstützen Schulbau in Afrika

Sie stellten den jetzigen Fünftklässlern das Projekt vor: (v. re.) die Siebtklässler Matilda, Tasia, Leja und Niklas

Fortlaufendes Projekt: Fünftklässler der Realschule am Kattenberge sammeln Geld für Projekt in Guinea-Bissau

os. Buchholz. Wie kann ich mit meinem persönlichen Einsatz etwas Gutes für andere erreichen? Eine ganz konkrete Antwort auf diese Frage erhalten die Schüler der Buchholzer Realschule am Kattenberge: Die jeweils fünften Klassen sammeln durch verschiedene Aktionen Spenden, die in ein Schulprojekt im afrikanischen Staat Guinea-Bissau fließen. Ein erstes Schulgebäude im Bauerndorf Kinak konnte dank des großen Einsatzes der Buchholzer Schüler bereits gebaut werden. Weitere Projekte in Kinak sind geplant.
"Es ist toll zu sehen, wie begeisterungsfähig unsere Schüler sind", sagt Realschul-Leiterin Mara-Angelika Nöhmer. Das Geld, das u.a. durch den Verkauf von Muffins und selbstgebasteltem Schmuck sowie durch kleine Nachbarschaftshilfen gesammelt wird, kommt 1:1 der Schule in Kinak zugute. Dafür sorgt Ulrike Klahn vom Kooperationspartner FORUT aus Lüneburg: Die Beisitzerin der Entwicklungshilfeorganisation deutscher Guttempler reist zweimal pro Jahr nach Guinea-Bissau und übergibt dort das Geld aus Deutschland. Fotos aus Kinak machen die Realschüler stolz: "Sie sehen, dass mit ihrem Geld etwas Konkretes entsteht", sagt Schulleiterin Nöhmer. Für lediglich 1.200 Euro ließen sich in Kinak die Schulräume bauen.
Jetzt wollen die aktuellen Fünftklässler das Projekt unter der Leitung der Religionslehrerinnen Kerstin Sönnichsen und Bianca Muth vorantreiben. Bis zum zweiten Halbjahr denken sie sich Aktionen aus, mit denen sie Spenden sammeln können. Das Geld soll für einen Anbau, Tische und Bänke verwendet werden. Danach soll in Kinak eine Toilette gebaut werden. Die Realschüler in Buchholz haben noch viel zu tun - sie werden es mit viel Freude übernehmen.

STICHWORT Guinea-Bissau

Der westafrikanische Staat mit rund 1,5 Millionen Einwohnern zählt laut "Human Development Index" zu den am geringsten entwickelten Ländern der Welt. Die Lebenserwartung liegt bei lediglich rund 49 Jahren. Auch das Schulsystem ist schlecht: Die durchschnittliche Dauer des Schulbesuchs liegt nur bei 2,3 Jahren. Kinder werden von den Familien häufig für Arbeiten in der Landwirtschaft eingesetzt. Lehrer werden so gut wie gar nicht ausgebildet: In Kinak steht für rund 300 Schüler nur ein Lehrer zur Verfügung. (Quelle: Wikipedia/Realschule am Kattenberge).