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Siedlungsspuren aus der Römischen Kaiserzeit in Dibbersen

Archäologe Jan Bock bei der Arbeit auf dem Acker in Dibbersen (Foto: Helms-Museum)
os. Dibbersen. "Dibbersen 63" - hinter diesem nüchternen Namen verbirgt sich für Jan Bock ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk. Der Archäologe fand bei Voruntersuchungen auf einem Acker neben dem McDonald's-Parkplatz Spuren einer alten Siedlung. "Dabei waren schön verzierte Keramikstücke", sagt Jan Bock. Er datiert die Fundstücke auf das erste bis dritte Jahrhundert.
Bock, der für die Grünen im Buchholzer Stadtrat sitzt, und der Grabungstechniker Burkhard Brunotte wurden im Zuge der Bauarbeiten für die Umgehungsstraße "B75 neu" im Auftrag des Helms-Museums tätig. Zwei Wochen lang machten sie so genannte Suchschnitte, kämpften sich teilweise durch zehn Zentimeter Bodenfrost. "Für uns war die Arbeit hochspannend", sagt Bock. Dieser Teil von Buchholz sei auf der archäologischen Karte ein weißer Fleck gewesen. "Wir waren uns nicht sicher, dort überhaupt etwas zu finden. Nach der ersten Scherbe ging es Schlag auf Schlag."
Die Fundstücke werden jetzt gereinigt und genauer untersucht. Darüber schreibt Bock für das Helms-Museum eine Dokumentation.
Ob die Funde zu einer umfangreicheren, regulären Grabung im Frühjahr führen, steht noch nicht fest. Dafür muss der Bauträger zustimmen. "Die Zeichen stehen aber gut", sagt Bock.
Dibbersens Ortsbürgermeisterin Gudrun Eschment-Reichert hat bereits Interesse angemeldet, die Fundstücke im kommenden Jahr in Dibbersen zu präsentieren. Gut möglich, dass die Keramik aus "Dibbersen 63" bald in der Dibberser Mühle zu sehen sein wird.