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So lüften Sie richtig - Tipps vom Profi

(cbh). Richtiges und ausreichendes Lüften kann die Schimmelbildung in Räumen vermeiden. Dabei gibt es Unterschiede in der Art der Lüftung als auch in der Raumnutzung. Wie also sollte richtig gelüftet werden?

Oliver Krisch von MGN Pura aus Bendestorf erklärt: „Es sind immer mehrere Faktoren, die Schimmel entstehen lassen. Haupsächlich gilt es, beim Lüften die Innen- und Außenentemperatur sowie die Luftfeuchtigkeit im Raum zu berücksichtigen.“ Durch Kochen, Waschen, Baden, Bügeln, Atmen und Schwitzen entsteht Luftfeuchtigkeit. Wird diese nicht regelmäßig im Raum ausgetauscht, kippt der ph-Wert und es entsteht ein saures Milieu, in dem Polizsporen wachsen können. Krisch: „Es gibt über 100 verschiedene Pilzsporen und alle sind flugfähig, können sich also überall niederlassen. Sie können aber nur dann anwachsen, wenn genügend ,saure‘ Feuchtigkeit im Raum ist.“

Von Dauerlüften hält der Fachmann nichts, ebensowenig wie von noch mehr Dämmung und noch dichteren Fenstern. Krisch: „Im Prinzip ist es ganz einfach: Die Menschen müssten mehr auf ihr eigenes Gefühl achten und immer dann lüften, wenn ihnen danach ist. Der Körper spürt, wenn im Raum zuviel Luftfeuchtigkeit und zu wenig frische Luft ist.“

Für alle, die sich auf ihr „Bauchgefühl“ nicht allein verlassen wollen gilt: „Morgens und abends einmal stoßlüften, so dass die alte Luftfeuchtigkeit entweichen kann. Die alte, abgestandene saure Feuchtigkeit ist es, die den Schimmel wachsen lässt", so Krisch.

Es gibt aber auch Fälle, in denen reichlich und richtig gelüftet worden ist und sich trotzdem Schimmel gebildet hat. Krisch: „In diesen Fällen sind es meist Baumängel, die die Schimmelbildung verursachen. Hier gilt es herauszufinden, was die Ursache ist und dann muss der Schimmel sofort beiseitigt werden - und der bauliche Mangel natürlich auch.“