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Spiel des Jahres 2016: Codenames - "England 4" und "Bundeskanzler 2"

 
25 Wörterkarten werden ausgelegt, zudem die Agentenkarten in rot und blau bereitgelegt
(os). Am vergangenen Montag wurde in Berlin das "Spiel des Jahres" gekürt. Den begehrten roten Pöppel für die Spieleschachtel ergatterte das Kommunikations- und Partyspiel "Codenames" des tschechischen Verlags Czech Games Edition (CGE). Die Entscheidung der Fachjury ist für das WOCHENBLATT Anlass, "Codenames" als "Spiel des Monats" vorzustellen.
Wie berichtet, testet WOCHENBLATT-Redaktionsleiter Oliver Sander für Sie Gesellschaftsspiele und veröffentlicht sie in der Rubrik "Spiel des Monats", um Ihnen einen kleinen Einblick in das Dickicht der vielen Spiele-Neuheiten zu verschaffen.
Spielablauf: Auf dem Spieltisch werden in einem Fünf-mal-fünf-Raster 25 Karten mit jeweils einem Wort ausgelegt. Dann werden zwei Teams gebildet, die jeweils einen Spieler zum Geheimsdienstchef ernennen. Deren Aufgabe liegt darin, ihren Mitspielern Begriffe schneller als der Gegner zu erklären. Welche Begriffe erklärt werden müssen, wird über eine Handkarte angezeigt. Das Problem: Der aktive Geheimdienstchef darf nur einen Oberbegriff und eine Ziffer nennen. Bei einer unserer Spielerunden diente z.B. der Hinweis "Bundeskanzler 2" dazu, die ausliegenden Karten "Stern" und "Birne" zu erklären. Während "Stern" für das Magazin erraten wurde, blieb die "Birne" als Spitzname für Helmut Kohl leider liegen.
Nach dem Hinweis des Geheimdienstchefs berät das entsprechende Team, welche Begriffe passen könnten. Ein Akteur weist dann auf eine Karte. Stimmt diese mit der Vorgabe der Handkarte überein, wird sie mit einer Agentenkarte der entsprechenden Teamfarbe - rot oder blau - überdeckt und man darf ggfs. ein weiteres Mal raten. Weist das Team auf einen Begriff der Gegner, wird dieser mit einer Agentenkarte überdeckt und der Zug endet sofort. Es gibt zudem noch sieben unbeteiligte Zuschauer in dem 25er-Raster, die ebenfalls zu einem Zugwechsel der Teams führen. Auf jeden Fall vermeiden sollte man Hinweise auf den Attentäter, der sich hinter einer der 25 Wortkarten verbirgt: Zeigt ein Team auf diesen Begriff, hat es sofort verloren.
Fazit: "Codenames" ist ein tolles Kommunikationsspiel, dessen Spaß erheblich von der Spieler-Zusammensetzung abhängt. In unseren Spielerunden zeigte sich deutlich: Nicht jeder mag gerne reden, nicht jeder kann um die Ecke denken. Das ist bei "Codenames" aber zwingend notwendig, um zu gewinnen. Natürlich kann der Geheimdienstchef es so spielen, dass sein Team pro Hinweis nur einen richtigen Begriff erraten muss. Das führt aber nicht zum zum Sieg. Die Herausforderung und die Gaudi liegen darin, Begriffe unter einem Oberbegriff zusammenzufassen, die auf den ersten Blick wenig miteinander zu tun haben. Da sind Kreativität und Wortwitz gefragt. Mir hat "Codenames" sehr gut gefallen, ich kann aber auch diejenigen verstehen, die lieber auf ein klassisches Familien- oder Strategiespiel zurückgreifen.
Codenames, zwei bis acht (und mehr) Spieler, ab 14 Jahren, Verlag: Czech Games Edition (Vertrieb: Heidelberger Spieleverlag), Autor: Vlaada Chvatil, Dauer: ca. 15 Minuten, Preis: ca. 17 Euro
Kategorie: Kommunikationsspiel, Partyspiel
Wertung: 7,5 von 10 Punkten

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