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Spiel des Monats: Die Baumeister des Colosseum - Wer ist der beste Planer?

 
So sieht das Spielfeld zu Spielbeginn aus
(os). Das in den Jahren 72 bis 80 n. Chr. gebaute Colosseum ist eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten in der italienischen Hauptstadt Rom. Um den Aufbau des Amphitheaters geht es in "Die Baumeister des Colosseum", dem WOCHENBLATT-Spiel des Monats Oktober. Geschickt Karten zu sammeln und sich zu merken, welche Karten die Gegenspieler auf der Hand haben, hilft auf dem Weg zum Sieg. 
Wie berichtet, testet WOCHENBLATT-Redaktionsleiter Oliver Sander für Sie Gesellschaftsspiele und veröffentlicht sie in der Rubrik "Spiel des Monats", um Ihnen einen kleinen Einblick in das Dickicht der vielen Spiele-Neuheiten zu verschaffen.
Mit dieser Rezension beende ich diese Serie. Ich bedanke mich an dieser Stelle für Ihr Interesse und wünsche weiterhin viel Spaß beim Spielen!
Spielablauf: Die Spieler bauen gemeinsam am Colosseum, am Ende trägt der Akteur mit den meisten Ruhmespunkten den Sieg davon. Für jedes Gebäudeteil werden bestimmte Handkarten fällig, die über Landschaftsplättchen gesammelt werden.
Der aktive Spieler zieht die Konsulfigur voran. Der erste Schritt ist frei, für weitere Schritte müssen Ruhmespunkte investiert werden oder in der eigenen Auslage der Marker auf den Wagenrädern im Stall nach rechts bewegt werden. Der Spieler führt die Aktion des Feldes aus, auf dem der Konsul landet. Diese Aktionen stehen zur Verfügung:
1. Lager erweitern: Der Spieler gibt eine Handkarte ab und nimmt sich ein Lagerplättchen, das er in seine Auslage legt. Dadurch erhöht sich sich das Handkartenlimit um zwei Karten - gerade in der späten Phase des Spiels ist es sehr wichtig, viele Karten auf der Hand halten zu dürfen.
2. Landschaft erweitern und Baustoffe nehmen: Der aktive Spieler nimmt sich das vorderste Plättchen aus der Reihe (zu Beginn jeweils vier) des Feldes, auf dem der Konsul steht. Er legt dieses in seine Auslage. Danach nehmen sich alle Spieler so viele Rohstoffkarten des zweiten Plättchens in der Reihe, wie sie Landschaftsplättchen dieser Sorte in ihrer Auslage haben.
3. Am Colosseum bauen: Landet der Konsul auf dem Baufeld, kann der Akteur die gefordeten Handkarten für das dortige Bauteil abgeben - zwischen zwei und sieben - und das Colosseum erweitern. Sofort erhält er die angegebenen Ruhmespunkte - vier oder sieben.
4. Jokerfeld: Hier wertet der aktive Spieler eine beliebige Landschaft für alle Akteure.
Auf diese Weise umrundet der Konsul das Spielfeld und löst die entsprechenden Aktionen aus. Wenn das letzte Bauteil verbaut wurde, gibt es noch eine Endwertung: Dafür werden die Auslagen der Spieler verglichen. Wer in einem Landschaftstyp sowie den Ställen und den Lagern die Mehrheit hat, erhält vier Siegpunkte. Bei Gleichstand bekommen alle Beteiligten jeweils zwei Siegpunkte. Pro drei Handkarten gibt es noch einmal einen Siegpunkt. Wer dann die meisten Punkte gesammelt hat, darf sich als bester Baumeister des Colosseums feiern lassen.  
Fazit: Uns hat "Die Baumeister des Colosseum" sehr gut gefallen, vor allem mit drei Spielern. Es bietet eine perfekte Mischung aus Familien- und leichtem Strategiespiel. Besonders innovativ ist das Spiel nicht, aber die gewählten Mechanismen greifen sehr gut ineinander.
"Die Baumeister des Colosseum" spielt sich je nach Spieleranzahl ganz unterschiedlich. Mit zwei Akteuren kann man deutlich besser im voraus planen, da sich der Konsul nicht sehr weit bewegt. Drei Spieler ist aus meiner Sicht die beste Anzahl, da hier die Mischung aus Vorplanung und etwas Zufall besonders gut stimmt. Bei vier Spielern muss man sich mit den Landschaftskarten breit aufstellen, um möglichst alle Baukarten nehmen zu können. Auf ein spezielles Baufeld zu spekulieren, funktioniert meistens nicht.
Viel- und reine Strategiespieler dürften "Die Baumeister des Colosseum" als zu leicht befinden, doch für alle anderen Spielefans ist es ein toller Freizeitspaß mit herausragendem Preis-Leistungs-Verhältnis.
Die Baumeister des Colosseum, zwei bis vier Spieler, ab zehn Jahren, Verlag: Schmidt Spiele, Autor: Klaus-Jürgen Wrede, Dauer: ca. 45 Minuten, Preis: ca. 24 Euro
Kategorie: Familienspiel
Wertung: 8 von 10 Punkten

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