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Spiel des Monats: New York 1901 - Bauplätze für Wolkenkratzer gesucht

 
Der Spielplan wird ausgelegt, zudem die legendären Wolkenkratzer (unten), die Grundstückskarten oben sowie die Hochhäuser der Spieler (hier gelb links und blau rechts)
(os). Im Amerika des angehenden 20. Jahrhunderts spielt "New York 1901", das WOCHENBLATT-Spiel des Monats Oktober. Die Spieler versuchen, vom Bauboom zu profitieren und an den besten Plätzen Wolkenkratzer zu errichten.
Wie berichtet, testet WOCHENBLATT-Redaktionsleiter Oliver Sander für Sie Gesellschaftsspiele und veröffentlicht sie in der Rubrik "Spiel des Monats", um Ihnen einen kleinen Einblick in das Dickicht der vielen Spiele-Neuheiten zu verschaffen.
Spielablauf: Die Regeln sind denkbar einfach. Der aktive Spieler wählt zwischen den Aktionen "Land erwerben/Bauen" und "Abreißen und wiederaufbauen".
Bei der ersten Aktion zieht der Spieler eine der vier offen liegenden Grundstückskarten. Mit dieser sichert man sich ein Areal in dem vorgegebenen Stadtteil von New York. Anschließend kann der Spieler dort sofort ein Hochhaus errichten und sich Siegpunkte gutschreiben - oder das gesicherte Grundstück für größere Bauten in einer der kommenden Runden bereithalten. Grundsätzlich gilt: Es gibt Hochhäuser in drei Technologiestufen. Zu Beginn darf man nur bronzefarbene Gebäude errichten. Hat man mindestens sechs Siegpunkte erreicht, darf man silberfarbene Gebäude bauen - ab 18 Siegpunkten dann auch goldene Gebäude oder einen der vier legendären Wolkenkratzer, z.B. das Woolworth-Hochhaus.
Bei der zweiten Option werden bestehende Gebäude abgerissen und durch größere Hochhäuser ersetzt. Dabei gilt: Die neuen Gebäude müssen eine höhere Technologiestufe haben. Bronzene Gebäude können also nur durch silberne oder goldene Häuser ersetzt werden, silberne Gebäude durch goldene. Goldene Häuser können nicht mehr ersetzt werden.
Jeder Spieler hat zudem drei Aktionskarten, die er ein Mal pro Partie einsetzen kann. Damit sichert er sich zwei Grundstücke, darf zwei Gebäude in einem Zug errichten oder darf die vier ausliegenden Baukarten durch vier andere Karten vom Nachzustapel ersetzen.
Das Spiel endet, wenn der Markt von Baukarten nicht mehr besetzt werden kann oder ein Spieler nur noch vier Hochhäuser vor sich liegen hat. Nachdem die Runde zu Ende gespielt wurde, gibt es noch eine Endwertung. Dabei gibt es weitere Siegpunkte für die Mehrheit von Gebäuden in drei Straßenzügen, die vor dem Spiel bestimmt werden. Zudem wird eine Bonus-Aufgabenkarte gewertet.
Fazit: "New York 1901" ist ein Spiel mit sehr schönem Material, das sich vor allem für Familien eignet. Vielspielern dürfte die Variabilität und der Spannungsbogen fehlen - es gibt halt nur zwei Zugmöglichkeiten.
Ich hätte das Spiel gerne mehr gemocht, weil es einen hohen Aufforderungscharakter hat - Thema und Aufmachung gefallen mir sehr. Allein, der Funke wollte in unseren Spielerunden nicht hundertprozentig überspringen. Das Spiel funktioniert, begeistert mich aber nicht. Dazu trägt auch die Spielregel bei, die in Teilen Fragen offen lässt.
Wer ein Spiel mit herausragendem Spielmaterial und einem gesunden Mix aus Planungs- und Glücksanteil (die richtigen Grundstückskarten zur rechten Zeit helfen einem erheblich weiter) sucht, sollte sich New York 1901" auf jeden Fall anschauen. Für Vielspieler ist es nichts.
New York 1901, zwei bis vier Spieler, ab acht Jahren, Verlag: Blue Orange (Vertrieb: Huch & Friends), Autor: Chenier La Salle, Dauer: ca. 45 Minuten, Preis: ca. 40 Euro
Kategorie: Familienspiel, Aufbauspiel
Wertung: 6,5 von 10 Punkten

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