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St. Petrus lädt auf die Baustelle

Im Kircheninneren: (v. li.) Ian Stack, Architekt Marcus Lechelt und Pfarrer Oliver Holzborn
 
Die Schatzkiste: Oliver Holzborn mit Dokumenten aus dem Jahr 1936
Buchholz: Bauarbeiten für die Neugestaltung der Kirche gehen gut voran

os. Buchholz. Seit etwas mehr als vier Monaten laufen die Bauarbeiten zur Umgestaltung der katholischen St. Petrus-Kirchengemeinde in Buchholz. Jetzt können sich Interessierte einen Einblick über den Fortschritt der Baumaßnahme verschaffen: Am Sonntag, 24. September, lädt die Kirchengemeinde um Pfarrer Oliver Holzborn und Ian Stack, stv. Vorsitzender des Kirchenvorstandes, zum „Tag der offenen Baustelle“. Von 15 bis 17 Uhr werden die Besucher in kleinen Gruppen über die Baustelle geführt, den Abschluss bildet ein Gottesdienst ab 17 Uhr. Für das leibliche Wohl der Gäste ist gesorgt.
Wie berichtet, investiert die Kirchengemeinde rund eine Million Euro in die aufwendige Um- und Neugestaltung des Innenraums des Gotteshauses sowie des benachbarten Pfarrbüros. Die Pläne dafür stammen von Marcus Lechelt und Axel Meinhard vom Studio b2 in Brackel. 700.000 Euro der Baumaßnahme trägt das Bistum Hildesheim, jeweils 150.000 Euro kommen vom Bonifatiuswerk sowie von der St. Petrus-Gemeinde.
Die Gemeinde hat rund 4.500 Mitglieder, seit November 2014 bildet sie eine Diözese mit den Kirchengemeinden Herz Jesu in Tostedt und St. Marien in Egestorf. „Die ganze Gemeinde fiebert mit dem Bau mit“, freut sich Stack.
Auffälligste Neuerung ist eine neue Decke, die bereits in dem Haupt- und Seitenschiff der 1936 errichteten Kirche eingezogen wurde. Schon jetzt wird deutlich, dass die Kirche in Zukunft deutlich lichtdurchfluteter als bisher sein wird. Zusätzlich entstehen in dem Hauptschiff 48 neue Sitzplätze. Zudem wird ein Innenhof zwischen Kirche und Pfarrbüro geschaffen, der später als Begegungsraum genutzt werden soll.
„Die Arbeiten laufen sehr gut, auch wenn wir den ein oder anderen kleinen Rückschritt verkraften mussten“, berichtet Pfarrer Holzborn. U.a. stellte sich erst während der Bauarbeiten heraus, dass unter dem Altar eine Bodenplatte fehlte und es zwei Dächer auf dem Seitenschiff gab. Dank der guten Zusammenarbeit von Architekten und Baufirmen konnten alle Probleme zeitnah beseitigt werden.
Dafür gab es aber auch freudige Überraschungen: Zum einen legten die Bauarbeiter ein Fenster frei, das bislang zugemauert war. Zum anderen wurde im Mauerwerk eine Zeitkapsel aus dem Jahr 1936 mit Zeitdokumenten gefunden. „Es ist total spannend, diese Dokumente zu sichten“, erklärt Holzborn. Im kommenden Jahr sollen diese in einer Ausstellung präsentiert werden. Anstelle der Schatzkiste wird eine neue Zeitkapsel ins Mauerwerk einbetoniert, mit Dokumenten aus dem Jahr 2017. „Vielleicht werden die ja in 80 Jahren gefunden“, so Holzborn.
Wenn weiter alles glattläuft, soll die Kirche am ersten Advent offiziell wieder eröffnet werden. Am 3. Dezember ist ab 10 Uhr ein Gottesdienst vorgesehen, inklusive Altarweihe, die es nicht so häufig gibt. „Das wird ein grandioser Gottesdienst“, ist sich Holzborn sicher. Zu Gast wird Weihbischof Nikolaus Schwerdtfeger sein, nach der Feier gibt es einen Empfang und nachmittags eine Jugend-Andacht.