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Wenn das Auto "mitdenkt": Schlüssel, Hund und Handy eingesperrt

Ende gut, alles gut: Dank der Hilfe von Andreas Gallinat konnte Laura Darracott ihren Hund befreien (Foto: bim)
kb. Buchholz. Das geht fix: Sie räumen Tüten und Taschen in Ihr Auto, kommen zufällig an die Fahrertür und diese schlägt zu. Und schwupps verriegeln die Türen von innen - Diebstahlsicherung heißt das Zauberwort. Blöd nur, wenn dann der Schlüssel im Zündschloss steckt und sowohl Geld, Handy als auch Hund im Wagen eingesperrt sind.
So ist es jetzt Tierärztin Laura Darracott (27) aus Hamburg passiert. Sie wollte vor ihrer Nachtschicht in einer Tierarztpraxis in Hollenstedt ihre Mittagspause in Buchholz verbringen. Schnell räumte sie einige Sachen ins Auto, die Tür schlug zu und die junge Frau war ausgesperrt. Im Kofferraum eingesperrt hingegen war ihr Labrador Milo. Der blickte etwas traurig und verwirrt drein, fügte sich dann aber klaglos in sein Schicksal. Sein Frauchen hingegen war weniger entspannt. Der Ersatzschlüssel für den Leihwagen lag in Hamburg, das Telefon für Notrufe aus der Praxis befand sich im Auto, die Zeit für die Pause lief davon.
Weil Laura Darracott gegenüber dem WOCHENBLATT-Verlagshaus parkte, bat sie kurzerhand in der Redaktion um Hilfe. Doch was tun? In ihrer Verzweiflung wandte sich die junge Tierärztin an den ADAC und wurde prompt beruhigt. "Solche Anrufe bekommen wir mehrmals am Tag", so der Servicemitarbeiter. "Das Auto kriegen wir wieder auf."
Wenig später tüftelte bereits Andreas Gallinat vom ADAC am Wagen. Auch er bestätigte: "Das passiert öfter." Mit einem Keil und zwei aufblasbaren Beuteln, die spontan ans Blutdruckmessen erinnerten, machte er sich an einer der hinteren Türen zu schaffen. Nachdem ein Spalt zwischen Türrahmen und Karosse entstanden war, angelte er die Fensterkurbel und in weniger als zehn Minuten war das Auto wieder offen.
Erleichtert befreite Laura Darracott ihren Hund - der hatte die Rettungsaktion entspannt verschlafen. Bei hochsommerlicher Hitze hätte die Situation aber durchaus gefährlicher werden können, ist sich die Tierärztin bewusst. "Man soll eben seinen Hund wirklich nie im Auto lassen", so Laura Darracott, die mit einem solchen Missgeschick natürlich nicht gerechnet hatte. Eins hat sie sich fest vorgenommen: "Den Autoschlüssel werde ich in Zukunft bestimmt nicht mehr stecken lassen."
Übrigens: Ein Klick ins Internet beweist, dass viele Menschen mit der automatischen Türverriegelung kämpfen, die nach einer gewissen Zeit ausgelöst wird, um das Auto vor Diebstahl zu schützen. Manch einer hat in seiner Verzweiflung sogar schon die Scheibe eingeschlagen.