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"Wir riskieren unsere Gesundheit für andere!"

"Die Freiwilligen Feuerwehren sind eine tragende Säule": Buchholz' Ortsbrandmeister Ralf Behrens-Grünhage (Foto: Feuerwehr)

Mensch des Jahres: Buchholz' Ortsbrandmeister nominiert alle Feuerwehrfrauen und -männer im Landkreis Harburg

os. Buchholz. „Als Einzelner können wir nichts erreichen, wir können nur im Team erfolgreich sein“, sagt Ralf Behrens-Grünhage. Deshalb hatte der Ortsbrandmeister der Freiwilligen Feuerwehr Buchholz einen besonderen Einfall, als das
WOCHENBLATT seine Leser um Nominierungen für den „Mensch des Jahres 2016“ bat: „Ich nominiere alle Frauen und Männer der Freiwilligen Feuerwehren des Landkreises Harburg und darüber hinaus!“ Seine Gründe für den Vorschlag:
• Wir sind freiwillige Feuerwehrleute.
• Wir sind 365 Tage im Jahr 24 Stunden am Tag für die Bürger einsatzbereit, im Schnitt werden wir alle 36 Stunden alarmiert.
• Für uns ist der Moment von jetzt auf gleich entscheidend, wir können nicht planen.
• Terminplanungen in der Familie können schnell zunichte gemacht werden. Wenn der Alarm erfolgt, stehen unsere Kinder traurig da, wenn man gerade im Begriff war, mit ihnen zum Baden zu fahren. Das kann zu großen Zerreißproben führen, selbst Partnerschaften gehen daran zu Grunde.
• Wir riskieren bei unseren Einsätzen unsere Gesundheit für andere, ohne dafür öffentlich Lob und Anerkennung zu erhalten.
• „Feuerwehr, das ist doch selbstverständlich“, sagen viele Leute. Nein, das ist es eben nicht. Wir sind eben keine Berufsfeuerwehrleute.
• Für uns ist es Ehrensache zu helfen.
• Wir arbeiten ehrenamtlich.
Fazit des Buchholzer Ortsbrandmeisters: Die Freiwillige Feuerwehr sei eine tragende Säule, die aus der Gesellschaft nicht wegzudenken sei. Und das, obwohl die Verrohung in der Bevölkerung zunehme und sich Feuerwehrleute, wie Polizisten, zunehmend Attacken bei ihren Einsätzen gegenübersehen. „Wenn wir, wie am Silvesterabend geschehen, mit einer Soft­air-Waffe beschossen und mit Polen-Böllern beworfen werden, vergeht uns der Spaß an unserer Tätigkeit“, erklärt Behrens-Grünhage. Er verspricht, dass die Kameraden sich gleichwohl auf jeden Fall weiter für die Allgemeinheit engagieren - „freiwillig, ehrenamtlich und unentgeltlich!“

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