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Zeitdokument aus dem Ersten Weltkrieg

Rolf Brunkhorst zeigt den Militärpass seines Vaters aus dem Ersten Weltkrieg

Rolf Brunkhorst hütet den Militärpass seines Vaters Hermann: "So etwas darf man nicht wegschmeißen"

os. Reindorf. Am 28. Juli jährt sich der Beginn des Ersten Weltkrieges zum 100. Mal. In vielen Medien wird an die Gräuel des Krieges erinnert, der rund 17 Millionen Menschen das Leben kostete. Rolf Brunkhorst (80) aus Reindorf hat ein besonderes Dokument aus jener Zeit, das das Schicksal eines jungen Mannes genau nachzeichnet: den Militärpass seines Vaters Hermann.
In dem dunkelblauen Dokument wird die militärische "Karriere" von Hermann Brunkhorst nachgehalten. Neben den persönlichen Daten enthält es sämtliche Übungen und Ausbildungsschritte. Am 22. Oktober 1917 wurde der 18-jährige landwirtschaftliche Gehilfe als "Landsturmpflichtiger" eingezogen. In Frankreich wurde der unerfahrene Soldat verwundet: Mit einem Schultersteckschuss und einem Armdurchschuss wurde Hermann Brunkhorst nach Hause zurückgeschickt. Danach war sein rechter Arm in seiner Funktion eingeschränkt. Auch das steht in dem Militärpass.
Die Verwundung aus dem Ersten Weltkrieg verhinderte Brunkhorsts Fronteinsatz im Zweiten Weltkrieg. Bis 1940 war der Buchholzer Soldat in einer Nachschubeinheit, danach kehrte er ins kleine Örtchen Reindorf zurück: Als Landwirt war er unabkömmlich und besonders wichtig für die Verpflegung der Bevölkerung.
Den Militärpass seines Vaters fand Rolf Brunkhorst, der später von ihm den Bauernhof und die Gastwirtschaft übernahm, nach dem Tod von Hermann Brunkhorst durch reinen Zufall. Seitdem hütet er ihn wie einen Schatz: "So ein wichtiges Zeitdokument kann ich einfach nicht wegschmeißen!"