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Zeitreise in vergangene Tage der Landwirtschaft

Moderator Axel Engelsmann (Mitte links) stellte per Mikrophon die Fahrzeuge, hier ein Dreirad, einzeln vor

Historische Traktoren gaben sich beim Ritscher-Treffen ein Stelldichein

gb. Buchholz-Sprötze. Selten sorgen dicke Abgaswolken für so viel Begeisterung wie die der historischen Trecker beim Ritscher-Treffen. Über 100 Traktoren und Spezialfahrzeuge der Marke Ritscher, sowie rund 30 alte Fabrikate anderer Marken gaben sich dabei ein Stelldichein. „Wir haben alle Produkte da, die Ritscher bis 1943 in den Moorburger Traktorenwerken und von 1944 bis 1963 in Sprötze produziert hat“, erläutert Mitveranstalter Thorsten Kröger.

Wie zu einer Zeitreise in die Tage längst vergangener Landwirtschaft traten die blankgewienerten Nutzfahrzeuge an, um einer nach dem anderen vorgestellt zu werden. Eine Aufgabe, die Moderartor und Mitveranstalter Axel Engelsmann treffsicher und ohne Spickzettel aus dem Kopf erledigte. Der Anblick und die technischen Daten und der historischen Fahrzeuge boten den Ausstellern und den rund 1.000 Zuschauern Augenweide und Basis für Fachsimpeleien. „Mit solchen Treckern bin ich groß geworden und verbinde mit ihnen wehmütige Erinnerungen an tagelange Feldarbeit“, berichtet Klaus Knees. Er bezeichnet sich als „Aushilfsfahrer“, und kam für einen Freund aus dem Schleswig-Holsteinischen Fleckeby zum Ritscher-Treffen. Über 50 Jahre im Familienbesitz von Peter Karweck befindet sich der Ritscher N 12. Das 12 PS-Modell wurde im Jahr 1940 produziert, wird per Handkurbel auf Benzin angedreht, und danach auf Diesel umgeschaltet.

„Es ist unklar, ob die Veranstaltung auf diesem Gelände weitergeführt werden kann, das Ritscher-Treffen wird es aber auf jeden Fall weiter in Sprötze geben“, sagt Axel Engelsmann. Denn eines wollen weder die Veranstalter noch die Besucher des Traditionstreffens: Dass die Marke Ritscher in Vergessenheit gerät.