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"30 Prozent plus sind das Ziel"

SPD-Kreisspitzentrio zu Gast beim WOCHENBLATT / „Wir wollen gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken“

(os). Die SPD im Landkreis Harburg geht optimistisch in die Kommunalwahl am 11. September. „30 plus Prozent sind unser Ziel“, erklärten Kreisvorsitzender Thomas Grambow (53), Bundestagsabgeordnete Svenja Stadler (39) und Finanzchef Klaus-Dieter Feindt (66) am Mittwoch beim Gespräch im WOCHENBLATT-Verlagshaus in Buchholz mit Geschäftsführer Stephan Schrader sowie den Redaktionsleitern Katja Bendig und Oliver Sander. Grambow strebt auf Platz drei der Liste in Neu Wulmstorf den Einzug in den Kreistag an, Stadler (Seevetal-Süd) und Feindt (Tostedt) gehen als Spitzenkandidaten in ihren Wahlbereichen
ins Rennen.
„Ein zentrales Thema für uns wird in den kommenden fünf Jahren sein, wie wir den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken. Da sehen wir bei der SPD Oberwasser“, erklärte Thomas Grambow. Der Landkreis Harburg sei gut aufgestellt, das müsse man zementieren und auch deutlich formulieren.
Zum Zusammenhalt gehöre die Integration der im Landkreis lebenden Flüchtlinge. Svenja Stadler plädierte für eine Stärkung der Sprachförderung und brachte ein System ins Spiel, das ähnlich wie die Schule aufgebaut ist. „Sprachförderung ist eine besonders wichtige Aufgabe, auch um Flüchtlinge in Arbeit zu
bringen und sie nicht in eine Parallelwelt abgleiten zu lassen“, betonte Stadler.
Die SPD steht hinter der Entscheidung, eine kommunale Wohnungsbaugesellschaft auf den Weg zu bringen. „Es darf aber im Zusammenspiel der Wohnungsbaugesellschaft und privaten Investoren keine Rosinenpickerei geben“, forderte Grambow. Ziel müsse es sein, zügig bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. „Dabei werden wir privaten Investoren nicht das Wasser abgraben“, versicherte Klaus-Dieter Feindt.
Eine wichtige Aufgabe für die kommenden fünf Jahre sehen die SPD-Spitzenpolitiker in mehr Gesprächen und Verhandlungen mit der Hansestadt Hamburg. „Viele unserer Probleme, zum Beispiel im Bereich Verkehr, werden wir mit Hamburg lösen müssen“, sagte Grambow. Er regte zunächst Gespräche mit dem Bezirk Harburg an: „Mit ihm haben wir viele Berührungspunkte.“ Apropos Verkehr: Die SPD will sich für eine Veränderung des Tarifbereichs im HVV einsetzen. Ziel müsse es sein, z.B. Buchholz und Tostedt in eine günstigere Tarifzone zu bekommen. „Uns
ist bewusst, dass das eine ganz schwierige Aufgabe ist“, sagte Feindt.
Die SPD spricht sich für die Ausweisung weiterer Gewerbeflächen aus. Allerdings müsse man möglichst sparsam mit den Flächen umgehen. „Wir müssen die Frage beantworten, wo das Ende von Wachstum ist“, erklärte Grambow.
Eine Zusammenarbeit mit der Alternative für Deutschland (AfD) schließt das SPD-Spitzentrio aus, sollte diese im kommenden Kreistag vertreten sein. „Wir wollen den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken, das passt mit den Positionen der AfD nicht zusammen“, betonte Grambow. Svenja Stadler ergänzte: „Ich wünschte mir eine ähnlich klare Absage auch von der CDU!“
Übrigens: Stadler entschied sich für eine Kandidatur für den Kreistag neben der zeitaufwendigen Arbeit als Bundestagsabgeordnete, weil sie so „direkten Einfluss auf die Geschehnisse vor Ort nehmen“ könne. So könne sie die Anliegen der Bürger noch direkter und effektiver nach Berlin tragen.
• Weitere Infos unter www.spd-lkharburg.de.