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AFD-Kreisvorstand schießt gegen Buchholzer Bürgermeister-Kandidaten Jan-Hendrik Röhse (CDU)

Bürgermeister-Kandidat Jan-Hendrik Röhse: "Das ist gezielt ganz weit rechts. Von solchen Leuten möchte ich keine Unterstützung" (Foto: os)
rs. Buchholz. Der Wahlkampf kommt in die heiße Phase. In einem Offenen Brief an den Bürgermeisterkandidaten Jan-Hendrik Röhse fordert der Kreisvorstand der AfD die Wähler in Buchholz auf, Röhse nicht zum Bürgermeister zu wählen. Stattdessen sollen die Buchholzer unabhängigen Kandidaten ihre Stimme geben. Röhse, der den Brief persönlich nicht erhalten hat, sagt, er könne auf eine Unterstützung der AfD gut verzichten.
Anlass der AfD-Attacke soll ein Disput zwischen dem Bürgermeisterkandidaten und einer AfD-Anhängerin am vergangenen Samstag in der Innenstadt gewesen sein. Dabei, so heißt es in dem Brief, habe Röhse die AfD als rechtsextremistisch bezeichnet. Deshalb rufe der Kreisvorstand dazu auf, Röhse nicht zu wählen. Die AfD freue sich über jede sachliche Auseinandersetzung, so AfD-Kreisvorsitzender Jens Krause. Wenn ein Bürgermeister-Kandidat den politischen Mitbewerber aber auf eine solche Art herabwürdige und verunglimpfe, sage das viel über dessen Demokratieverständnis aus. Krause weiter: "Bei derartigen Verbalinjurien fällt es dem Vorstand schwer, keinen Zusammenhang mit dem Diebstahl von etwa 60 Prozent der aufgehängten Wahlplakate herzustellen."
Jan-Hendrik Röhse bezeichnet gegenüber dem WOCHENBLATT die Vorwürfe als völlig haltlos. Er habe lediglich darauf hingewiesen, dass AFD-Chef Bernd Lucke im jüngsten Bundestagswahlkampf von "Entartung der Demokratie" gesprochen habe. Das sei aber die Sprache der Nazis. Diese Worte seien Lucke, der immerhin Professor ist, nicht einfach nur so raus gerutscht. Röhse: "Das ist gezielt ganz, ganz weit rechts. Von solchen Leuten möchte ich keine Wahlunterstützung."