Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

AfD-Pamphlet: Linke Gruppen wehren sich gegen "haltlose Angriffe"

Linke Gruppen wehren sich gegen Vorwürfe aus dieser Veröffentlichung (Foto: archiv)
os. Buchholz. Das anonym verfasste Pamphlet, das auf der Internetseite des AfD-Kreisverbandes Harburg-Land veröffentlicht worden war (das WOCHENBLATT berichtete mehrfach), zieht noch immer weite Kreise. Jetzt wenden sich 17 linksgerichtete Vereine und Organisationen in einer gemeinsamen Presse-Erklärung gegen die "haltlosen Angriffe" der AfD auf die antifaschistische Begegnungsstätte "Heideruh" und deren Unterstützer.
Wie berichtet, hatte der Verfasser - "Anonyme FDGO-Verteidiger Buchholz i.d.N." - in einem 40-seitigen, pseudowissenschaftlichen Werk die "Heideruh" angegriffen und viele Förderer in die Nähe von Linksextremisten gerückt. Das Pamphlet ist vor einem knappen Monat von der Internetseite der AfD gelöscht worden. Ein angekündigtes eigenes Dossier lässt bis dato auf sich warten.
"Mit großer Sorge müssen wir feststellen, dass sich die AfD mit der Veröffentlichung von Hetzschriften gezielt außerhalb unseres demokratischen Gemeinwesens, dessen Grundlage unser Grundgesetz ist, stellt", heißt es in der Presse-Erklärung, die u.a. von der Linken, der Friedensgruppe Nordheide und der "Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes" unterzeichnet wurde. Die AfD schrecke nicht davor zurück, Organisationen von Überlebenden der nationalsozialistischen Konzentrations- und Vernichtungslager sowie von Wiederstandskämpfern gegen das NS-Regime in ihrer Würde herabzusetzen.
Die Kernforderung nach Frieden, Freiheit und der Vernichtung des Nazismus bilde die Grundlage des Grundgesetzes. Wer, wie die AfD, diese Kernforderungen als linksextremistisch denunziere, habe sich von diesem Konsens verabschiedet und strebe eine Gesellschaftsordnung an, die jeden Andersdenkenden kriminalisiert.

Im WOCHENBLATT-Bericht über Prof. Dr. Oliver Rump, der sich durch das Pamphlet verunglimpft sieht, hat sich ein Fehler eingeschlichen. Die dort erwähnte Senatskanzlei gibt es nicht. Fragen zu Oliver Rump wurden von der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft beantwortet.