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Antrag verschollen: Eltern warten seit November auf Kindergeld

Für ihren Sohn Maximilian haben Manuela Baaske und Thomas Goldberg noch keinen Cent Kinder- oder Elterngeld erhalten
os. Buchholz. Am 24. November vergangenen Jahres war das Glück von Manuela Baaske und Thomas Goldberg perfekt: Ihr Sohn Maximilian kam zur Welt. Der Kleine entwickelt sich prächtig, doch die Behörden trüben das Familienglück der Buchholzer: Bis dato haben Manuela Baaske und Thomas Goldberg keinen einzigen Cent Kinder- und Elterngeld erhalten. Nachdem sich das WOCHENBLATT eingeschaltet hat, gibt es nun zumindest beim Kindergeld einen Hoffnungsschimmer: Der Bescheid sei auf dem Weg, das Geld werde in Kürze überwiesen, versichert die zuständige Familienkasse in Hamburg.
Manuela Baaske kennt das Prozedere, Kindergeld zu beantragen, genau: Sie hat drei ältere Kinder, die bei ihrem Ex-Mann leben. Sie besorgt sich die Unterlagen und schickt diese Anfang Dezember an die Familienkasse Nord. Die Behörde in Hamburg ist für Manuela Baaske zuständig, weil sie über diese aus ihrer Zeit in Meckelnburg-Vorpommern Kindergeld für ihre drei anderen Kinder bezogen hat. Das Problem: Die Unterlagen kommen nie in Hamburg an. Wo sie gelandet sind, lässt sich nicht mehr feststellen.
Mitte Februar erkundigt sich Manuela Baaske, warum sich die Bearbeitung ihres Antrags so lange hinzieht. "Man rechnet mit dem Geld, zumal der Kleine ja auch Kosten verursacht", erklärt die Mutter, die bis zur Geburt bei einem Discounter arbeitete. Thomas Goldberg ist bei einer Baufirma tätig. Eltern stehen in Deutschland 184 Euro pro Monat für das erste und zweite Kind, 190 Euro für das dritte Kind und 215 Euro für jedes weitere Kind zu. Baaskes Nachfrage ergibt, dass der Behörde keine Unterlagen vorliegen. Erst nach einem weiteren Gespräch erhält die Frau aus Buchholz einen neuen Kindergeld-Antrag, den sie postwendend zurücksendet.
Dass der Antrag jetzt so schnell bearbeitet wurde, hat auch mit der Anfrage durch das WOCHENBLATT zu tun, räumt die Familienkasse ein. "Wir haben das Kindergeld bewilligt, der Bescheid ist auf dem Weg", versichert Behördensprecher Gerold Melson. Ihm tue es leid, dass sich der Fall so lange hingezogen hat. "Frau Baaske hat alles richtig gemacht, leider ist ihr erster Antrag bei uns nicht angekommen."
Jetzt fehlt den Eltern nur noch die Bewilligung des Elterngeldes durch den Landkreis Harburg zum vollkommenen Glück. Manuela Baaske hofft, dass mit dem Nachreichen eines Lohnzettels jetzt alle Unterlagen vorliegen...