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Arbeiten am Nachtrags-Haushalt

In Buchholz werden Einnahmen und Ausgaben noch einmal genau gerechnet (Foto: archiv / Michael Grabscheit)

Einnahmen und Ausgaben werden neu bewertet / Erster Stadtrat erwartet leichtes Plus

os. Buchholz. In den Sommerferien steht für die Kämmerei der Stadt Buchholz eine Menge Rechnerei an. Finanzdezernent Dirk Hirsch und Kämmerer Dirk Schlüter erstellen bis Anfang August einen Nachtragshaushalt, über den im Finanz- und Verwaltungsausschuss und abschließend im Stadtrat am 30. August beraten und entschieden werden soll. "Wir bewerten alle Einnahmen und Ausgaben neu, die sich seit den Haushaltsberatungen im vergangenen Dezember ergeben haben", erklärt Hirsch. Er rechne insgesamt mit einem Plus im Stadtsäckel.
Einnahmen erzielte die Stadt u.a. durch den Verkauf des Jordan-Areals in Rathausnähe für rund 1,25 Millionen Euro an Investor Holger Cassens. Auf dem Grundstück im Herzen der Stadt sollen Unterkünfte für anerkannte Flüchtlinge entstehen (das WOCHENBLATT berichtete). Zudem erhält die Stadt mehr Schlüsselzuweisungen durch das Land Niedersachsen (+280.000 Euro). Ein Plus ergibt sich auch aus der abgespeckten Variante des Rückbaus der Ortsdurchfahrt in Dibbersen. Im Haushalt für 2016 war noch die "große", rund 1,9 Millionen Euro teure Ausbauvariante eingepreist worden - mit einem Sperrvermerk. Nach langen Diskussionen hatte sich die Politik darauf verständigt, eine deutlich günstige Variante (Kosten: ca. 390.000 Euro) umzusetzen.
Belastungen für den Haushalt ergeben sich u.a. aus dem Verlustausgleich für den Baubetriebshof (rd. 424.000 Euro), die gestiegenen Kosten für den Ausbau der Grundschule Steinbeck (+350.000 Euro) und eine höhere Kreisumlage (190.000 Euro).
Im Nachtragshaushalt sollen auch Kosten eingerechnet werden, die erst im kommenden Jahr entstehen, z.B. durch den Kauf eines Feuerwehrfahrzeugs. Grund: Durch die Kommunalwahlen am 11. September steigt der neue Rat erst im Dezember in die Haushaltsberatungen für 2017 ein. Hirsch rechnet damit, dass der Etat für das kommende Jahr erst im März 2017 beschlossen wird. "Um nicht in Zahlungsschwierigkeiten zu kommen, müssen wir hier gut vorplanen", sagt Hirsch.