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Arbeitszeitverlängerung: Eltern solidarisieren sich mit Gymnasiallehrern

os. Buchholz. Solidarität für Gymnasiallehrer: Der Schulelternräte der beiden Buchholzer Gymnasien sagen den Personalräten der Schulen Unterstützung beim Kampf gegen die Arbeitszeitverlängerung zu. Der Unmut der Lehrer bestehe zu Recht, heißt es in einem Schreiben von Steffen Burmeister, Schulelternrats-Vorsitzender des Albert-Einstein-Gymnasiums, an die Eltern.
Wie berichtet, sollen Gymnasiallehrer nach dem Willen der rot-grünen Landesregierung künftig eine Stunde pro Woche länger arbeiten. Gleichzeitig soll die bereits zugesagte Altersermäßigung - die Reduzierung der Stunden mit steigendem Alter - um zwei Wochenstunden gekürzt werden. Gegen die Pläne der Regierung hatten die Lehrer beider Buchholzer Gymnasien Maßnahmen angekündigt. So wollen sie freiwillige Aktivitäten, z.B. Klassenfahrten, Theaterabende und Weihnachtsfeiern, einschränken. Zuletzt hatten landesweit auch Schüler ihre Solidarität mit den Lehrern dokumentiert.
Wenn ein Beitrag der Lehrer als solidarische Geste gefordert werde, um die Bildungslandschaft in Niedersachsen zu entwickeln, sei das nicht durch Druck, sondern nur durch Gespräche und Überzeugungsarbeit zu erreichen, erklärt Steffen Burmeister. Die zusätzliche Belastung des pädagogischen Personals könne zu einer Verschlechterung der Unterrichtsqualität führen, warnt Rüdiger Kuehn, Schulelternrats-Vorsitzender des Gymnasiums am Kattenberge.
Die Mehrbelastung der Lehrer sei Wortbruch, kritisiert der Elternsprecher. Bei Einführung des Arbeitszeitkontos und der damit verbundenen Mehrstunden sei den Pädagogen zugesichert worden, dass die Unterrichtsverpflichtung bis 2022 nicht erhöht werde.