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Auf die Grundregeln besinnen

Warum man im Verkehr doppelt aufpassen muss

Auf ein Wort

Ich hatte grün, der Lkw-Fahrer deutlich sichtbar rot. Wer ist wohl zuerst gefahren? Richtig, der 40-Tonner. Wenn ich am Dienstagabend auf meiner Rennrad-Tour an der Autobahnkreuzung in Rade nicht vorausschauend agiert hätte und trotz grüner Ampel stehen geblieben wäre, könnte ich womöglich diese Zeilen nicht mehr schreiben. Dann wäre ich laut Zahlen des ADFC der 16. Radfahrer in diesem Jahr gewesen, der von einem Lkw getötet worden wäre. Lag es an der schon recht tief stehenden Sonne, dass der Lkw-Fahrer die rote Ampel ignorierte? Oder lag es daran, dass er auf sein Smartphone schaute?
Ich bin mittlerweile im Straßenverkehr doppelt vorsichtig, weil ich den Eindruck habe, dass immer mehr Autofahrer am Steuer abgelenkt sind. Vorfahrt heißt schon lange nicht mehr freie Fahrt, was gleichermaßen gefährlich und ärgerlich ist.
Meine Beobachtungen decken sich mit denen meiner Kollegin. Sie war am vergangenen Wochenende auf der Autobahn unterwegs. Zahllose Autofahrer hätten "wilde Sau" gespielt, berichtet sie. Plötzliche Spurwechsel ohne Blinken, dichtes Auffahren, Abbremsen ohne Anlass - das volle Programm.
Diese Gefahrensituationen werden zunehmen, wenn sich Autofahrer nicht wieder bewusst auf die Grundregeln besinnen: Blinken, Schulterblick, vorausschauend fahren, schlicht den Verkehr im Blick haben - und rote Ampeln beachten. Denn, siehe der Lkw-Fahrer, es geht nur eines: entweder fahren oder am Smartphone daddeln.
Oliver Sander