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Aus Bücherkate wird Parfümkate

In die leerstehende Bücherkate in der Buchholzer Innenstadt soll eine Parfümerie einziehen (Foto: archiv)
os. Buchholz. Neue Nutzung für die Bücherkate: In eines der ältesten Gebäude in der Buchholzer Innenstadt soll eine Parfümerie einziehen. Das berichtete Baudezernentin Doris Grondke im Planungsausschuss. Demnach will Eigentümer Hein-Dirk Hinrichs aus Herford das Fachwerkhaus verkaufen, die Parfümerie wird die Außenhülle des Gebäudes weitgehend erhalten. Wie berichtet, hatten die Politiker in Buchholz nach Wegen gesucht, die Bücherkate zu erhalten.
Vertragt wurde die Entscheidung über die Verkehrsregelung an Buchholz' Hauptkreuzung Hamburger Straße/Bendestorfer Straße. Die SPD zog ihren Antrag zurück, die vor einem halben Jahr eingeführte Neuregelung rückgängig zu machen. Stattdessen soll die "Verkehrsstrom- und Problemanalyse" abgewartet werden. Mit dieser Analyse will ein externes Büro Probleme an allen wichtigen Kreuzungen in der Nordheidestadt ermitteln. Nach den Sommerferien sollen die Ergebnisse laut Verkehrsbehörden-Chef Matthias Krohn vorliegen. Für die Maßnahme stehen 20.000 Euro zur Verfügung.
Als einziger kritisierte FDP-Fraktionschef Arno Reglitzky die Verkehrsführung: "Die Verwaltung hat die Änderung ohne jegliche Grundlage veranlasst. Die dort täglich unterwegs sind und im Stau stehen, sind stinksauer." Bürgermeister Wilfried Geiger verteidigt die Verschiebung: "Es hilft nicht, bei diesem Thema den Bauch zu fragen. Wir wollen verlässliche Zahlen haben."
Die Änderung der Verkehrsführung sei auf Anregung von Verkehrsteilnehmern und in Absprache mit dem Landkreis und der Polizei eingeführt worden, erklärt Stadtsprecher Heinrich Helms. Bei der Linienführung sei ein Fehler passiert, räumt er ein. Sobald es das Wetter zulasse, sollen neue Fahrbahnmarkierungen für mehr Klarheit für die Autofahrer sorgen.

KOMMENTAR
In Buchholz gibt es eine merkwürdige Mischung aus Aktionismus und Vertagen von Entscheidungen. Bestes Beispiel ist die Verkehrsführung an der Hauptkreuzung: Erst wird sie ohne Not geändert, dann fehlt der Mut, den offensichtlichen Fehler zurückzunehmen. Stattdessen verweist Verkehrsbehörden-Chef Matthias Krohn auf die Problemanalyse. Warum muss eigentlich ein externes Büro aufzeigen, wo es in Buchholz hakt? Vertraut die Verwaltung nicht auf die eigene Kompetenz? Mit einfachen Maßnahmen ist in Buchholz viel zu erreichen. U.a. kann man in der Hamburger Straße/Kirchenstraße das Linksabbiegen verhindern und die unsinnige Ampel an der Berliner Straße abbauen. Mehr Mut zu eigenen Entscheidungen, Herr Krohn! Oliver Sander