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"Baukultur ist unverzichtbar"

Vor dem Referat in der Empore: (v. li.) Jan-Hendrik Röhse (Erster Stadtrat Buchholz), Buchholz' Baudezernentin Doris Grondke und Werner Spec (Oberbürgermeister Ludwigsburg) (Foto: oh)

Ludwigsburg Oberbürgermeister Werner Spec referierte in Buchholz über Intergriertes Stadtentwicklungskonzept

os. Buchholz. Ein Integriertes Stadtentwicklungskonzept (ISEK) kostet Geld, ist zeitaufreibend und kräftezehrend - aber jede Anstrengung wert. Diese Kernaussage traf Werner Spec, parteiloser Oberbürgermeister von Ludwigsburg (Baden-Württemberg), bei einem Vortrag in Buchholz. Rund 80 Zuhörer kamen zum zweiten Referat im Rahmen der "Buchholzer Dialoge" ins Veranstaltungszentrum Empore.
Integrierte Stadtentwicklung schaffe eine neue Form der politischen Kultur, sagte Spec. Sie gehe "weg von der Ellenbogengesellschaft hin zu mehr Gemeinsamkeit". Es gebe nichts Besseres, als wenn Bürger sich gemeinsam für ein Projekt engagieren. Für den Erfolg eines ISEK sei es aber entscheidend, Bürgerbeteiligung möglichst breit und repräsentativ zu organisieren. Es dürften nicht nur jene zum Zuge kommen, die nur ihre Interessen durchsetzen wollen.
Wie berichtet, hatte die 88.000-Einwohner-Stadt Ludwigsburg bereits 2004 ein ISEK entwickelt. Buchholz erstellt dieses Konzept bis Ende 2014 und investiert inklusive Personalkosten rund 140.000 Euro.
Werner Spec empfahl der Politik Mut zu haben, um konstruktive Kritik zu üben, den Fachleuten in der Verwaltung zu vertrauen und die Ideen der Bürgerschaft aufzugreifen. Ausdrücklich bekannte er sich zu "qualitätssichernden Wegen" beim Städtebau. "Baukultur ist für Städte unverzichtbar, sonst werden sie verwechselbar", betonte Spec.
Die von Buchholz' Baudezernentin Doris Grondke initiierten "Buchholzer Dialoge" werden am Montag, 3. März, fortgesetzt. Dann referiert Reiner Nagel, Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung Baukultur in Potsdam, über "Strategien für den ländlichen Raum - die Rolle der Baukultur".