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Bewährung für den Baubetriebshof

Der Baubetriebshof am Heidekamp ist ein Eigenbetrieb der Stadt Buchholz

Buchholz: Stadtrat stimmt Wirtschaftsplan zu, mahnt aber höhere Effektivität an

os. Buchholz. 2017 wird zur Bewährungsprobe für den Buchholzer Baubetriebshof (BBH) und die Stadtverwaltung. Das wurde während der jüngsten Sitzung des Stadtrates deutlich. Die Lokalpolitiker stimmten zwar mit großer Mehrheit bei drei Gegenstimmen für den Wirtschaftsplan für den Eigenbetrieb der Stadt, mahnten aber eine deutliche Steigerung der Effektivität an.
Wie berichtet, hatte der Rat einen Zwei-Jahres-Plan für den BBH entwickelt, in dem die Abläufe verbessert werden sollen. „Wir sind auf einem guten Weg, es bleibt aber noch vieles zu tun“, erklärte FDP-Fraktionsvorsitzender Arno Reglitzky. Als Beispiel nannte er die Auftragsvergabe durch die Stadt Buchholz. Diese sei in der Vergangenheit oft zu unpräzise gewesen, sodass BBH-Mitarbeiter nacharbeiten mussten - was zu zusätzlichen Kosten führte. Auf der anderen Seite muss offenbar die Rechnungsstellung des BBH gegenüber seinem einzigen Auftraggeber, der Stadt Buchholz, optimiert werden. Im vergangenen Jahr gingen Rechnungen für geleistete Arbeiten offenbar erst Monate später bei der Verwaltung ein - ein Vorgehen, das sich kein privater Handwerker leisten könnte.
Strittig ist auch, ob BBH-Leiter Stefan Feit seine Aufgaben in der Einrichtung am Heidekamp langfristig als Halbtagskraft leisten kann. Die andere Hälfte seiner Arbeitszeit verbringt Feit im Rathaus. Kritiker meinen, dass der BBH nur effektiver werden kann, wenn die Leitung als Vollzeitstelle ausgeübt wird. Eine Meinung, der sich Bürgermeister Jan-Hendrik Röhse bislang nicht anschließen mag.
Für das laufende Jahr stimmte der Rat der Erhöhung des Personalverrechnungssatzes für die 46 BBH-Mitarbeiter um 1,60 Euro auf 38,32 Euro zu, zudem sollen drei Fahrzeuge neu geleast werden.
„Wir klatschen ob des Wirtschaftsplans keinen Beifall, wollen aber den Baubetriebshof über ein enges Controlling voranbringen“, erklärte CDU-Ratsherr Christian Horend.
Udo Antons von den Linken appellierte an die Verwaltung, den BBH zu fördern und „soweit möglich von Fremdvergaben abzusehen“. Aufträge an andere Firmen kann die Verwaltung vergeben, wenn die Angebote des BBH deutlich teurer sind als von Fremdfirmen.
Im kommenden Jahr muss der Stadtrat entscheiden, ob das jetzige Konzept zukunftsfähig ist. Dann geht es auch darum, ob sich die Stadt das Zuschussgeschäft auf Dauer leisten möchte, denn kostendeckend arbeitet der BBH bis dato nicht.