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Briefzustellung dauerte elf Tage

In einen leeren Briefkasten blickten Postkunden in Buchholz in den vergangenen Wochen häufig

Kunden beschweren sich über Service der Deutschen Post in Buchholz / Unternehmen sieht „keine Verzögerungen“

os. Buchholz. Zwischen der Wahrnehmung der Postkunden in Buchholz zum Service der Briefzustellung und der Wahrnehmung des Gelben Riesen gibt es offenbar eine große Diskrepanz. Während sich zahlreiche Kunden in verschiedenen Teilen der Nordheidestadt in den vergangenen Wochen über die lange Zustellzeit beschwerten, bestritt man bei der Deutschen Post Probleme.
Zahlreiche Briefe und Anrufe erreichten die WOCHENBLATT-Redaktion in letzter Zeit. Eine Leserin berichtete von einem Brief, dessen Versand innerhalb von Buchholz neun Tage benötigte. Ein Postkunde erhielt den Brief mit der Eintrittskarte eines HSV-Spiels nach der Partie des Fußball-Bundesligisten. „Bei uns wird die Post vollkommen willkürlich zugestellt. Mal kommt tagelang nichts, dann mal wieder ein ganzer Schwung“, berichtet ein WOCHENBLATT-Leser aus Holm-Seppensen. Einer Leserin wäre beinahe ein Schaden von 8.000 Euro entstanden, da wichtige Unterlagen für einen einjährigen Auslandsaufenthalt ihres Sohnes, abgeschickt vom Rechtsanwalt, elf Werktage unterwegs waren und nach dem Abflug des Sohnes ankamen. Nur dank der unbürokratischen Hilfe durch das Amtsgericht Stade habe man die Unterlagen noch einmal ausstellen lassen können. Zusätzliche Kosten: 300 Euro. „Das sind unhaltbare Zustände, und das bei ständiger Portoerhöhung“, ärgert sich eine weitere Kundin aus Holm-Seppensen.
Das WOCHENBLATT hat bei der Deutschen Post nachgefragt, wie sie die Situation in Buchholz einschätzt. „Aus unserer Sicht gab es keine Verzögerungen“, erklärt Post-Sprecherin Maike Wintjen. Man habe für Buchholz keine Auffälligkeiten festgestellt. In dieser Woche könne es wegen der jüngsten Betriebsversammlung zu Verzögerungen kommen, sagt Wintjen. Man bedauere die Unannehmlichkeiten. Die jüngst geschalteten Stellenanzeigen für Post- und Paketzusteller, u.a. auch im
WOCHENBLATT, stünden in keinerlei Zusammenhang mit eventuellen Engpässen, sondern seien dem anstehenden Weihnachtsgeschäft geschuldet. Dann würden deutlich mehr Briefe und Pakete verschickt, im Schnitt im zweistelligen Bereich, so Wintjen.
• Sind bei Ihnen in den vergangenen Wochen Briefe deutlich zu spät zugestellt worden? Haben Sie dadurch einen Schaden erlitten? Dann schreiben Sie uns eine E-Mail an os@kreiszeitung.net.