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Buchholz: Keine Besserung in Sicht

In schlechtem Zustand: der Falkenweg in Holm-Seppensen hat tiefe Schlaglöcher

Schlaglochpiste: Zustand im Falkenweg wird frühestens in vier Jahren verbessert

os. Holm-Seppensen. Wer derzeit mit dem Auto den Falkenweg in Holm-Seppensen nutzt, muss Angst um seine Stoßdämpfer haben: Die Tränkdecke auf der rund 1,2 Kilometer langen Straße im Waldwohngebiet zwischen dem Lohbergenweg und der Tostedter Straße ist in einem miserablen Zustand. Passable Wegstücke wechseln sich mit einer Hoppelstrecke inklusive tiefer Schlaglöcher ab. Grund genug für die SPD-Ratsfraktion, sich in einem Fragenkatalog an die Stadtverwaltung über den Falkenweg zu erkundigen. Fazit: Wenn die Politik eine Verbesserung der Situation wünscht, muss sie kurzfristig Gelder im Haushalt freischaufeln. Der Ausbau des Wegs ist nicht vor 2021 umsetzbar.
Seit acht Jahren besteht die Tränkdecke am Falkenweg. Die bis zu 1,5 Zentimeter starke Deckschicht ist eigentlich als Provisorium gedacht, weil sie nur eine gewisse Lebensdauer hat. „Wir wissen, dass die Straße am Falkenweg in einem schlechten Zustand ist“, sagt Jürgen Steinhage, Leiter Betriebe bei der Stadt Buchholz. Man könne die Tränkdecke abfräsen oder komplett unterfräsen und neu aufbringen. „Das kostet aber viel Geld. Bei 1,2 Kilometern Länge kommen da viele Zehntausend Euro zusammen“, erklärt Steinhage. Ob ein weiteres Provisorium errichtet wird, muss der Stadtrat entscheiden: Dann müsste er Haushaltsmittel für den kommenden Haushalt einstellen.
Eigentlich sollte der Falkenweg schon lange erstmalig ausgebaut und damit dauerhaft befestigt werden. Problem: Bevor das geschehen kann, muss der Abfluss des Oberflächenwassers geregelt werden. Dafür sind im Vorfeld u.a. der Bau eines Regenrückhaltebeckens und eines umfangreichen Kanalnetzes notwendig. Steinhage: „Beides wird nicht vor dem Jahr 2021 fertig sein.“ Aus dem gleichen Grund kann auch der Van-der-Smissen-Weg auf der Südseite des Lohbergenwegs nicht befestigt werden. Dort gibt es ähnlich tiefe Schlaglöcher wie am Falkenweg.
Auch mit den anderen noch unbefestigten Straßen tut sich die Stadt Buchholz derzeit schwer. So steht der eigentlich für das kommende Jahr vorgesehene Ausbau des Suerhoper Brunnenwegs und Suerhoper Koppelwegs in den Sternen, da die Stadt bislang nicht in den Besitz dafür dringend notwendiger Grundstücke gekommen ist.
Derweil will die Stadt das Mehrjahres-Ausbauprogramm für Sandwege fortschreiben. Das geht aus der Antwort der Verwaltung auf eine Anfrage der SPD-Stadtratsfraktion hervor. Demnach sollen voraussichtlich Ende dieses Jahres die Straßen bekanntgegeben werden, die in den Jahren 2020 bis 2023 für den erstmaligen Ausbau vorgesehen sind. Grundsätzlich gelte dabei, dass die betroffenen Grundeigentümer nicht mehr über das „Ob“, sondern nur über das „Wie“ des Ausbaus entscheiden sollen, heißt es in der Stellungnahme der Stadt. Eine Regelung, die Bürgermeister Jan-Hendrik Röhse zuletzt beim Ausbau der Lohbergenstraße außer Kraft setzen wollte (das WOCHENBLATT berichtete).