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Buchholz: Neue Unterkunft macht neugierig

Blick vom oberen Stockwerk auf die anderen beiden Gebäude. Insgesamt ziehen hier 90 Personen ein

Jordanfläche: Viele Gäste kamen zum Tag der offenen Tür

os. Buchholz. „Wir können jetzt schon eine Wohnnutzung anbieten, die wir eigentlich erst zu einem späteren Zeitpunkt vorgesehen hatten.“ Das sagte Reiner Kaminski, Bereichsleiter Soziales beim Landkreis, am Montag beim Tag der offenen Tür in der neuen Unterkunft auf der Jordanfläche in Buchholz. Rund 90 Gäste kamen, um einen Blick hinter die Kulissen des Neubaus zu werfen.
Wie berichtet, sollen auf der 2.200-Quadratmeter-Fläche im Herzen von Buchholz neben anerkannten Flüchtlingen auch Deutsche einziehen, die einen sogenannten Wohnberechtigungsschein nach Paragraph 5 haben. Das war in den ersten Planungen erst für einen späteren Zeitpunkt vorgesehen. Die ersten Bewohner sollen ab kommender Woche einziehen, erklärte Kaminski.
In den Neubauten wurden 25 Wohneinheiten mit insgesamt 61 Zimmern geschaffen. Im ersten Schritt sollen bis Ende Juni 90 Personen an die Steinstraße ziehen, u.a. siebenköpfige Familien. In elf Wohnungen ziehen Flüchtlinge ein, die ihre Anerkennung zum Verbleib in Deutschland bereits haben, bzw. bei denen diese sehr wahrscheinlich ist. Bei der Auswahl half das Buchholzer Bündnis für Flüchtlinge, wobei der Landkreis Harburg nicht jeden von den vorgeschlagenen Kandidaten akzeptierte. Acht Wohnungen sollen von der Stadt Buchholz mit Sozialhilfeempfängern besetzt werden, zu einem späteren Zeitpunkt sollen Wohngruppen mit unbegleiteten Jugendlichen gebildet werden. Die Bewohner werden vor Ort von Sozialarbeitern betreut, ein Sicherheitsdienst ist rund um die Uhr anwesend.
Beim Rundgang gab es versöhnliche Töne. „Wir wollen Frieden mit dem Projekt schließen und ihm eine Chance geben“, sagte Manfred Habermann. Der Nachbar der Wohnanlage hatte zu Beginn zu den schärfsten Kritikern gehört.