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"Buchholz soll lebenswert bleiben"

Kandidiert fürs Bürgermeister-Amt: Joachim Zinnecker (Foto: oh)

WOCHENBLATT-Interview mit Bürgermeister-Kandidat Joachim Zinnecker

os. Buchholz. Im vierten Interview mit den Kandidaten für die Bürgermeisterwahl in Buchholz am Sonntag, 25. Mai, kommt Joachim Zinnecker (58) zu Wort. Der Geschäftsführer einer Tochtergesellschaft von Hamburg Wasser ist verheiratet und hat drei erwachsene Kinder.
WOCHENBLATT: Was hat Sie bewogen, für das Bürgermeisteramt zu kandidieren?
Joachim Zinnecker: Buchholz ist meine Heimat und soll lebenswert bleiben. Dafür engagiere ich mich seit vielen Jahren. Ich bringe berufliche Erfahrungen als Geschäftsführer eines mittelständischen Unternehmens mit. Zukunftsthemen, wie den Ausbau eines Glasfasernetzes sowie notwendige Veränderungsprozesse im Rathaus, will ich als Bürgermeister auch in Buchholz voran treiben.
WOCHENBLATT: Welche Projekte in Buchholz halten Sie für die dringendsten?
Joachim Zinnecker: In den nächsten Jahren muss in Buchholz bezahlbarer Wohnraum entstehen. Erste Beschlüsse dazu wurden bereits vom Rat getroffen. Die Umsetzung werde ich mit größerem Engagement verfolgen als der jetzige Bürgermeister.
Die Erweiterung der Stadtbuslinien auch in die Ortschaften, eine Ausweisung von Fahrradstrecken, der Bau einer Radstation am Bahnhof und der Ausbau bestehender Straßen und Wegeverbindungen stehen auf meiner Agenda.
Die Belebung der Innenstadt werde ich mit meinen langjährigen Erfahrungen im Marketing unterstützen. So könnte ich mir zum Weihnachtsmarkt eine Eisbahn im Peets Hoff oder im Sommer Musikveranstaltungen gut vorstellen.
WOCHENBLATT: Wie wollen Sie mit dem Thema "Ostring" umgehen?
Joachim Zinnecker: Es handelt sich um ein klassisches Dilemma. Zum einen gibt es ein vom Gericht kassiertes Planfeststellungsverfahren, bei dem eine Berufung bisher ausgeschlossen ist. Zum anderen gibt es den erklärten Willen in der Bevölkerung, dass „etwas passieren muss“.
Die Finanzierung des Ostrings ist nicht sichergestellt. Das Land finanziert nur Straßen, bei denen Landschaftsverbrauch und Entlastungswirkung in angemessenem Verhältnis stehen. Der zukünftige Bürgermeister muss diesen Gordischen Knoten durchschlagen und eine bezahlbare und von möglichst breitem Konsens getragene Lösung anbieten. Ich habe die von vielen favorisierte Bypass-Lösung entlang der Bahn intensiv diskutiert und eine breite Zustimmung erfahren. Auf dieser Basis will ich mit dem neuen Landrat einen Kompromiss finden, der Ostringgegner und Ostringbefürworter versöhnen kann.
WOCHENBLATT: Sie haben in Hamburg Erfahrungen in einer Behörde gesammelt. Kann Ihnen dieses in Buchholz helfen, wo Sie als Bürgermeister Dienstherr von immerhin fast 300 Mitarbeitern wären?
Joachim Zinnecker: Ich habe in Hamburg bei einem öffentlichen Unternehmen und auch in der Bauindustrie immer Verantwortung für Personal getragen. Von über 100 Mitarbeitern habe ich als Vorgesetzter ein positives Feedback erhalten. Auch in meiner jetzigen Position als Geschäftsführer stehen die Interessen der Menschen vor den Vertriebsaufgaben und der Budgetverantwortung an erster Stelle. Von der Steuerung von Veränderungen sowie der Einführung von leistungsbezogener Vergütung im Buchholzer habe ich klare Vorstellungen.
WOCHENBLATT: Sie haben vier Konkurrenten. Wie sehen Sie ihre Wahlchancen?
Joachim Zinnecker: Es ist wohl davon auszugehen, dass es am 15. Juni eine Stichwahl geben wird. Ich bekomme viel positives Feedback und gehe davon aus, dass es am Ende ein Kopf-an-Kopf-Rennen gibt. Dabei wird meine Kompetenz als erfahrener Unternehmer und mein langjähriges Engagement für Buchholz entscheidend sein.