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Buchholz: Was wird aus Peter Noetzel?

Ratsvorsitzender in Buchholz: Peter Noetzel (Foto: archiv)

Kritische Äußerungen könnten Ratsvorsitzenden das Amt kosten



os. Buchholz.
Kostet seine harsche Kritik an Bürgermeister Jan-Hendrik Röhse den Vorsitzenden des Buchholzer Stadtrates, Peter Noetzel (64, CDU), sein Amt? Das wird zumindest in der Politik gemunkelt, offiziell bestätigt die CDU das (noch) nicht.
Wie berichtet, hatte Noetzel seinem CDU-Parteikollegen Röhse in der WOCHENBLATT-Ausgabe vom 26. Juli u.a. vorgeworfen, sich nicht an der Meinungsbildung der Partei zu beteiligen, da er den Fraktionssitzungen der Christdemokraten nicht beiwohne. Zudem sei Röhse führungsschwach und delegiere zu viele Aufgaben, anstatt diese selbst wahrzunehmen. Man sei bereits auf der Suche nach einem Nachfolger für Röhse.
Bei seiner Fraktion stieß Noetzel auf wenig Verständnis für seinen verbalen Vorstoß. „Bei den abgedruckten Äußerungen handelt es sich um die Privatmeinung von Peter Noetzel“, betont CDU-Fraktionsvorsitzender Andreas Eschler in einer offiziellen Stellungnahme. Röhse sei Bürgermeister aller Buchholzer und nehme damit „naturgemäß“ nicht an den Fraktionssitzungen teil. Nicht erklärbar sei Noetzels Aussage nach einer möglichen Nachfolge für Röhse. „Der CDU-Ortsverband sucht keine Alternative und hat dies auch in der Vergangenheit nicht getan“, betont Eschler.
„Es gibt keine nachhaltigen Störungen mit meiner Fraktion“, erklärt Peter Noetzel auf WOCHENBLATT-Nachfrage. Er habe zugesagt, ähnliche Äußerungen in der Öffentlichkeit nicht mehr unabgesprochen zu tätigen. Er gehe davon aus, der er die nächste Ratssitzung am 29. August leite. Nach WOCHENBLATT-Informationen ist genau das aber nicht sicher!