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Buchholz: Zwei Grundstücke werden komplett entwaldet

Torben Homm erklärte den Anwohnern die anstehenden Fällarbeiten

Fällarbeiten an der Lohbergenstraße haben begonnen / 40 Bürger bei Ortstermin

os. Buchholz. Wenn in Buchholz großflächig Bäume gefällt werden, horchen die Bürger sofort auf - und die Gerüchte schießen ins Kraut. Deshalb luden das Grünamt der Stadt Buchholz und die Forstbetriebsgemeinschaft Forstverband Jesteburg in der vergangenen Woche zum Ortstermin in ein Waldgebiet an der Grundschule Wiesenschule ein: Dort und in einem Waldstück auf der gegenüberliegenden Seite der Lohbergenstraße - angrenzend an die Fabrik Pleiger - müssen wegen Sturmschäden viele Bäume gefällt werden. Rund 40 Bürger, unter ihnen die SPD-Ratsmitglieder Gudrun Eschment-Reichert und Frank Piwecki, waren bei dem Ortstermin dabei. Die Fällarbeiten auf den insgesamt rund zwei Hektar großen Arealen haben am Montag begonnen und werden mindestens diese Woche andauern.
„Wir haben jetzt einen Punkt erreicht, an dem wir die Verantwortung für die Sicherheit der Bürger und Schüler nicht mehr übernehmen können“, verdeutlichte Torben Homm von der Forstbetriebsgemeinschaft. Hintergrund: Seit den letzten Stürmen sind viele Bäume nicht mehr standsicher, sie drohen umzustürzen und gefährden so Passanten sowie Häuser an angrenzenden Grundstücken. Betroffen sind vor allem Fichten und Kiefern. Es bringe nichts, nur vereinzelt Bäume vom Rand zu entfernen, so Homm: „Die Bäume in der zweiten Reihe sind stärker gefährdet, da sie im Gegensatz zu den Randbäumen keinen Druck, etwa durch Wind, gewöhnt sind“, so der Forstexperte. Er werde sich dafür einsetzen, dass gerade auf dem 1,3 Hektar großen Waldstück an der Wiesenschule möglichst viele der dort stehenden Laubbäume, z.B. kleinere Eichen oder Ahornbäume, stehen bleiben.
Mit den beiden Waldstücken soll nach der Fällung unterschiedlich umgegangen werden: Das Areal an der Wiesenschule wird nicht wieder aufgeforstet, sondern „der Natur überlassen“ (Homm). Grund: Das Gebiet ist im Flächennutzungplan der Stadt Buchholz als „Gemeindebedarfsfläche“ ausgewiesen. Die Stadt plane dort aber derzeit keine Neubauten, etwa eine Erweiterung der Wiesenschule, betonte Stadtsprecher Heinrich Helms. Er begegnete damit der Sorgen der Anwohner, dass dort eine neue Bebauung geplant ist.
Das Areal bei Pleiger soll dagegen mit Laubbäumen aufgeforstet werden. Man wolle dabei auch den kleinen Wanderweg wieder herstellen, der von der Lohbergenstraße ins Wohngebiet rund um den Feldkamp führt, versprach die Stadt.