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"Bürgerentscheid ist ein klarer Auftrag"

WOCHENBLATT-Interview mit Bürgermeister-Kandidat Jan-Hendrik Röhse

os. Buchholz. Im fünften und letzten Interview mit den Kandidaten für die Bürgermeisterwahl in Buchholz am Sonntag, 25. Mai, kommt Jan-Hendrik Röhse (50) zu Wort. Der Erste Stadtrat der Stadt Buchholz ist verheiratet und hat zwei Kinder.
WOCHENBLATT: Was hat Sie bewogen, für das Bürgermeisteramt zu kandidieren?
Jan-Hendrik Röhse: Ich bin in Buchholz aufgewachsen und habe die meiste Zeit meines Lebens hier verbracht. Seit mehr als fünf Jahren bin ich als allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters in der Verwaltungsführung tätig. Ich möchte diese erfolgreiche Arbeit als Bürgermeister zum Wohle aller Buchholzer fortsetzen und die Weichen für die zukünftige Entwicklung unserer Stadt in die richtige Richtung stellen.
WOCHENBLATT: Welche Projekte in Buchholz halten Sie für die dringendsten?
Jan-Hendrik Röhse: In den letzten beiden Jahren hatten wir – erfreulicher Weise – stark steigende Geburtenzahlen. Damit ist aber auch die Nachfrage nach Krippenplätzen stark gestiegen. Hier müssen wir sehr zeitnah für weitere Angebote sorgen. Desweiteren müssen wir in den nächsten Jahren verstärkt in die Infrastruktur unserer Stadt investieren, also in öffentliche Gebäude
sowie in das Straßen- und Radwegenetz. Auch der heute schon vorbildliche Buchholz-Bus sollte im Rahmen des wirtschaftlich Machbaren weiter ausgebaut werden. Nicht zuletzt ist der starken Nachfrage nach Bauland und bezahlbaren Wohnungen Rechnung zu tragen.
WOCHENBLATT: Wie wollen Sie mit dem Thema "Ostring" umgehen?
Jan-Hendrik Röhse: Für mich ist das Ergebnis des Bürgerentscheids vom Januar 2013 ein klarer Auftrag. Darüber hinaus haben gutachterliche Untersuchungen im Rahmen des Mobilitätskonzeptes ergeben, dass es zum Ostring keine vernünftige Alternative gibt – auch nicht die viel diskutierte Bypass-Lösung. Die Ergebnisse der Gutachter liegen seit November 2013 vor. Sobald die Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts zum Planfeststellungsbeschluss vorliegt, ist deshalb der Bau des Ostrings in Angriff zu nehmen – gegebenenfalls mit einer Planänderung hinsichtlich des vom Verwaltungsgericht beanstandeten Zubringers „Heidekamp“. Wer den Ostring für nicht finanzierbar hält, muss den Bürgern im Übrigen sagen, wie er denn den Bau des Mühlentunnels bezahlen will, dessen Kosten mit wenigstens 10 Mio. Euro veranschlagt werden.
WOCHENBLATT: Als Bürgermeister wären Sie Dienstherr von fast 300 Mitarbeitern. Sehen Sie es als Vor- oder Nachteil an, dass Sie als Erster Stadtrat und Dezernent bereits in der Stadtverwaltung gearbeitet haben?
Jan-Hendrik Röhse: Aus meiner Sicht ist dies ein Vorteil: Ich arbeite seit mehr als fünf Jahren mit den Kollegen in der Verwaltung gut und vertrauensvoll zusammen. Wir sind ein starkes Team und werden das mit mir an der Spitze auch bleiben.
WOCHENBLATT: Sie haben vier Konkurrenten. Wie sehen Sie ihre Wahlchancen?
Jan-Hendrik Röhse: Trotz der starken Konkurrenz sehe ich gute Chancen, die absolute Mehrheit bereits im ersten Wahlgang zu erreichen. Knapp wird das allemal.