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Containerdorf für bis zu 60 Asylbewerber in Buchholz

So ähnlich wie diese Container, die gerade in Buchholz aufgestellt worden, soll auch die neue Unterkunft für bis zu 60 neue Asylbewerber aussehen
os. Buchholz. In der vergangenen Woche hat die Stadt Buchholz an der Bremer Straße neue Wohncontainer für rund 20 Asylbewerber aufgestellt. Weitere werden folgen: Derzeit laufen die Planungen für ein Containerdorf für 40 bis 60 Asylbewerber auf einem städtischen Grundstück am Fischbüttenweg/Am langen Sal. Voraussichtlich Ende November/Anfang Dezember sollen die Container dort bezogen werden.
"Wir stellen uns der Verantwortung, Menschen in Not bei uns aufzunehmen", betont Bürgermeister Wilfried Geiger. Er erinnerte an die 1990er-Jahre, als in Buchholz schon einmal auf einen Schlag viele Asylbewerber untergebracht werden mussten. Damals lebten die Flüchtlinge u.a. auf Zeit in der Schützenhalle. "Auch dieses Mal schwebte das Damoklesschwert über uns, dass wir Asylbewerber in Sporthallen unterbringen müssen", sagte Geiger. Die jetzige Lösung sei deutlich besser.
Auf einer Wiese, direkt neben dem Bolzplatz am Fischbüttenweg in Sichtweite zum Behinderten-Wohnheim, sind auf einer Fläche von 15 mal 25 Metern Container geplant. In jedem Container werden zwei Flüchtlinge untergebracht. Hinzu kommen Sanitär- und Gemeinschaftsräume. Die Unterbringungskosten und die finanzielle Unterstützung der Asylbewerber trägt der Landkreis.
Der Landkreis Harburg hat in diesem Jahr bereits 246 Asylbewerber aufgenommen, derzeit kommen pro Woche ca. 20 Flüchtlinge hinzu. Meistens kommen alleinstehende junge Männer, erklärt Reiner Kaminski von Landkreis Harburg. Die meisten Asylbewerber stammen demnach aus Somalia, dem Sudan, der Elfenbeinküste, Pakistan, Afghanistan, Syrien und Russland. Wie berichtet, untersucht der Landkreis derzeit neun Standorte, an denen bis zu 390 Asylbewerber unterkommen können.
Wer das Containerdorf in Buchholz betreibt, steht noch nicht fest. Möglich sei ein sozialer Träger wie die Diakonie, erklärte Kaminski. Bürgermeister Geiger appellierte an die Buchholzer, sich um die neuen Mitbürger ähnlich zu kümmern wie in Suerhop, wo 22 Asylbewerber von den Nachbarn betreut werden. Geiger: "Wer helfen kann, ist gern gesehen."


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