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"Das ist doch kein Zustand!"

Viele Wege auf dem Friedhof in Seppensen sind zugewuchert

Vor dem Totensonntag am 23. November: Angehörige kritisieren Mängelliste auf dem Friedhof in Seppensen

os. Seppensen. Schon vor einem Jahr prangerten Trauernde im WOCHENBLATT kurz vor dem Totensonntag die Zustände am Friedhof in Seppensen an. Vor allem die schicke, aber nicht funktionsfähige Beleuchtung war ihnen ein Dorn im Auge. Derzeit sei die Mängelliste sogar noch länger, berichten Angehörige, deren Familienmitglieder auf dem städtischen Friedhof begraben sind. "Das ist hier kein Zustand! Manche Trauernde stehen fassungslos vor den Gräbern", berichtet Jochen Tiedemann, dessen Sohn, Mutter und Schwiegermutter in Seppensen liegen.
Die Beleuchtung, Anfang der 1990er Jahre für umgerechnet rund 100.000 Euro angeschafft, funktioniert noch immer nicht. "Abends steht man im Stockdusteren an den Gräbern", berichtet Jochen Tiedemann. Der Rentner kritisiert zudem, dass die Wege im Winter nicht geräumt werden. "Wie sollen denn Bürger, die nicht gut zu Fuß sind, dann an die Gräber ihrer Verwandten kommen?", fragt er. Jochen Tiedemann stört es auch, dass viele Angehörige die Gräber ihrer Angehörigen verkommen lassen. Auch hier nimmt der Rentner die Stadt in die Pflicht. "Es kann für die Verwaltung doch nicht so schwer sein, die Angehörigen anzurufen und eine bessere Pflege der Gräber anzumahnen", sagt Tiedemann.
Das tue man, versichert Buchholz' Pressesprecher Heinrich Helms. Man spreche Angehörige an, wenn Gräber grob verwildern. Der Friedhof werde sieben Mal pro Jahr von einer Fremdfirma gepflegt, so Helms. Im Aufgabenkatalog sei auch enthalten, die Wege fünf Mal pro Jahr von Gras und Unkraut zu befreien. Kosten für die Grünpflege in Seppensen: 25.000 Euro pro Jahr.
Wie berichtet, hatten sich zuvor auch beim Friedhof in Sprötze Angehörige über die mangelhafte Pflege beschwert. Das Thema ging in den Buchholzer Rat, wo Ex-Bürgermeister Wilfried Geiger Besserung versprach. Tatsächlich gibt es seit einigen Monaten kaum noch Beschwerden aus Sprötze. Vielleicht unternimmt die Stadt unter dem neuen Bürgermeister Jan-Hendrik Röhse ja einen Anlauf, auch die Situation auf dem Friedhof in Seppensen zu verbessern.